Sphere Entertainment legte die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor und verzeichnete Umsatzwachstum am Flaggschiff-Standort in Las Vegas sowie Pläne zur Ausweitung des Konzepts auf weitere Märkte.
Für die drei Monate zum 31. Dezember 2025 meldete das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 394,3 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 28 Prozent im Jahresvergleich. Das Segment Sphere erzielte im Quartal einen Umsatz von 274,2 Millionen US-Dollar, ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der operative Verlust des Segments verringerte sich auf 6,5 Millionen US-Dollar von 107,9 Millionen US-Dollar ein Jahr zuvor, während das bereinigte operative Ergebnis 89,4 Millionen US-Dollar erreichte.
Für das Gesamtjahr beliefen sich die Umsätze des Sphere-Segments auf 781,4 Millionen US-Dollar, ein Anstieg von 27 Prozent im Jahresvergleich. Das Segment wies 2025 einen operativen Verlust von 268,2 Millionen US-Dollar aus. Gegenüber 2024 entspricht das einer Verbesserung um 36 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis für das Jahr lag bei 144,6 Millionen US-Dollar.
Das Unternehmen führte einen Großteil des quartalsweisen Umsatzwachstums auf „The Wizard of Oz at Sphere“ zurück, das am 28. August 2025 in Las Vegas eröffnete und Mitte Januar die Marke von zwei Millionen verkauften Tickets überschritt. Die Produktion verzeichnete im Quartal 245 Aufführungen, verglichen mit 190 Aufführungen früherer Sphere-Experience-Shows im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Dies zeigt, dass Produktionen im Filmformat sind besser skalierbar als beispielsweise Konzerte. Gibt es den Film einmal im Sphere-Format, kann er ohne größeren Aufwand mehrmals gezeigt werdne, ohne auf teilnehmende Musiker Rücksicht zu nehmen. Zudem kann die Sphere bei Filmen wie The Wizard of Oz – im Gegensatz zu extra produzierten Sphere-Filmen – auf den Nostalgie-Effekt setzen und somit auch Zuschauer höheren Alters für sich gewinnen.
Auch Sponsoring-Ausgaben steigen
Die Erlöse aus Sponsoring und Exosphere-Werbung stiegen ebenfalls im Jahresvergleich, unterstützt durch neue mehrjährige Partnerschaften mit Anheuser-Busch und Delta Air Lines. Während der CES im Januar veranstaltete Lenovo sein Tech-World-Event zum zweiten Mal in Folge in der Sphere und nutzte den Standort erneut als Veranstaltungsort.
Wie im Januar unter anderem von Sixteen:Nine berichtet, kündigte das Unternehmen Pläne an, einen zweiten Sphere-Standort in den USA am National Harbor in Maryland nahe Washington, D.C., zu entwickeln. Dieser soll auf einem kleineren Designmodell basieren. Zudem treibt Sphere Entertainment Pläne für einen Standort in Abu Dhabi voran.
Noch macht die Sphere keinen Gewinn, doch eine langsame Etablierung und die neuen Filmformate könnten ein Hinweis sein, dass das Geschäft in Zukunft vielleicht doch profitabel betrieben werden kann.


