Was die Euroshop für uns so faszinierend macht – weit mehr als die technologiezentrierte Eurocis – sind die Hallen, in denen digitale Lösungen auf physische Räume treffen. Bei invidis leben wir Digital Signage, Retail Technology und Media. Doch nichts davon funktioniert isoliert. Technologie schafft nur dann echten Mehrwert, wenn sie nahtlos in Umgebungen eingebettet ist. Die Umgebungen müssen visuell ansprechend, funktional stimmig und entlang der Customer Journey geplant sein.
Deshalb sind die auf Architektur, Ladenbau und Experience fokussierten Aussteller der Euroshop für uns eine konstante Inspirationsquelle. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Design führt – und Technologie unterstützt statt konkurriert.
Outform: Experience Design mit eigener Fertigungskompetenz
Ein Highlight in diesem Jahr ist Outform, die US‑amerikanische Experience‑Agentur mit tief verankerter Retail‑DNA – und europäischer Produktionsstärke. Anders als viele konkurrierende Agenturen ist Outform nicht nur ein Designstudio. Das Unternehmen fertigt Hunderte von POS‑Displays für Marken wie Sephora und Nespresso, gestützt durch eine eigene Produktionsstätte in Polen für große Aufträge

Diese Kombination aus kreativer Konzeptentwicklung und industrieller Umsetzung ist selten. Ein Besuch des Outform‑Stands fühlt sich weniger wie ein Lieferantenbesuch an – und mehr wie das Betreten einer vollständig realisierten Retail‑Bühne.
Digitale Kreativität im Mittelpunkt
Mit Hauptsitz in Miami verfügt Outform über große Erfahrung im digitalen Retail – und das zeigt sich auf der Euroshop. Riesige LED‑Wände mit immersivem 3D‑Content dominieren den Stand und verwischen die Grenzen zwischen Storytelling und Signage. Anders als Agenturen, die einfach Bildschirme auf bestehende Möbel setzen, integriert Outform digitale Elemente von Grund auf.
Mit einem eigenen Digital‑Signage‑Kreativteam und einer eigenen CMS‑Plattform versteht das Unternehmen die operativen Realitäten am Point of Sale – von Content‑Strategie über Hardware‑Lebenszyklen bis hin zu Wartungsanforderungen. Diese Tiefe findet man in klassischen Agenturen selten, die Digital oft nur als nachträglichen Zusatz betrachten.

Ein perfektes Beispiel
Ein Höhepunkt bei Outform auf der Euroshop ist ein Projekt für eine globale Sportartikelmarke: ein flexibles LED‑Retail‑Display‑System mit magnetischen Schuhablagen. Statt fester Lochraster oder vorgegebener Regalstrukturen ermöglichen die magnetischen Halter, Produkte an jeder beliebigen Stelle auf der LED‑Fläche zu platzieren.
Damit dies für das Store‑Personal reibungslos funktioniert, entwickelte Outform eine digitale Vorlage, die Mitarbeitende visuell anleitet, jeden Schuh genau dort zu positionieren, wo der On‑Screen‑Content ihn erwartet. Das Ergebnis ist ein synchronisiertes Produkt‑zu‑Content‑Erlebnis, das mühelos wirkt – und eine der größten Schwachstellen des Retail angeht: die Übereinstimmung zwischen physischer Platzierung und digitalem Storytelling.
Ein Beispiel wie aus dem Lehrbuch für das Zusammenspiel von Design und Technologie von Beginn an.
Design + Digital = Retail, richtig gemacht
Die Euroshop 2026 beweist erneut, dass die Zukunft des Retail weder rein physisch noch rein digital ist. Die überzeugendsten Lösungen sind jene, in denen Grenzen verschwinden – wo Licht, Fixtures, Materialien, Content und Daten ein einheitliches Erlebnis schaffen.
Agenturen wie Outform zeigen, wie diese Synthese in der Praxis aussieht: kreative Konzepte gestützt durch technische Präzision, digitaler Content, der auf Retail‑Workflows abgestimmt ist, und Hardware, die genau für das Umfeld entwickelt wurde, in dem sie zum Einsatz kommt.


