Hisense präsentierte sich in der Halle 1 der ISE nicht mit einem riesigen Stand, doch das ausgestellte Portfolio zeigte, dass es der chinesische TV-Hersteller absolut ernst meinst mit Digital Signage – und zwar nicht nur bei LCD-Massendisplays, sondern in der gesamten Anwendungsbreite.
Ein Beispiel dafür war ein 54-Zoll-LED-Panel mit 16:9-Format, das auch als einzelnes Display eingesetzt werden kann. Die Indoor-COB-LED verfügt über eine maximale Helligkeit von 1.000 Nits und lässt sich schnell durch ein Vesa-Mounting relativ schnell installieren. Hisense betont, dass die eingesetzten SoC-Chips aus eigener Entwicklung stammen – auch in der Produktionstiefe will man sich möglichst gut aufstellen. Mitte des Jahres will der Hisense noch ein SoC-Upgrade auf den Weg bringen.
- Das neue 54-LED-Panel von Hisense mit selbst entwickeltem Chipsatz (Foto: invidis)
- Die Interactive-LED von Hisense (Foto: invidis)
Ein wichtiger Markt ist auch der für Interactive Displays, und auch hier bietet Hisense neben ihren Displays auch eine interaktive All-in-One-LED im Sortiment.
Energieeffizienz mit MiniRGB
Ebenfalls mit dabei: die High-Brightness-Displays für Window-Facing-Anwendungen, mit 4.000 Nits Helligkeit und Local-Dimming-Funktionen. Wie Hisense sich weiterhin auch in der technischen Weiterentwicklung positionieren will, zeigt ein erstmalig gezeigtes Display: ein neuartiger High-Brightness-Screen mit 4.000 Nits, der bis zu 55 Prozent Energie im Vergleich zu herkömmlichen LEDs sparen soll.
Diese Einsparungen kommen von intensivem R&D, vor allem durch die MiniRGB-Technologie. „In den vergangenen Jahren haben wir Milliarden Euro in die Weiterentwicklung von MiniRGB gesteckt“, sagt Clemens Lincke, Sales Director DACH bei Hisense B2B Europe.
Hauseigene Software
Einen wichtigen Baustein der Hisense-Strategie bildet die hauseigene Digital Signage-Software Visioninfo, das CMS und Device Management umfasst. Sie ist in fast allen Digital Signage-Produkten von Hisense implementiert. Sie enthält AI-gestützte Motivgenerierung und Analytics sowie mehrere Funktionen zur Integration in POS-Systeme.
Somit reiht sich Hisense in die innovativen Aussteller in der Halle 1 ein – und diesen Weg will Hisense weitergehen. „Im HQ in Qingdao haben wir mehr als 10.000 Entwickler sitzen“, sagt Clemens Lincke. „Und davon sind rund 7.000 Doktoranden.“ Die nächsten Entwicklungen sind bereits in der Pipeline.



