JC Decaux erweitert sein Mess-Tool „360 Footprint“ auf die Märkte Deutschland, Italien und Brasilien. Das System quantifiziert den ökologischen, sozialen und ökonomischen Fußabdruck von Out-of-Home-Kampagnen. Es kam erstmals 2021 in Frankreich zum Einsatz.
Die Plattform misst dabei vier Dimensionen: CO₂-Emissionen, Wasserverbrauch in Kubikmetern, lokal gestützte Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten sowie volkswirtschaftliche Wertschöpfung. Zwischen 2021 und Ende 2025 analysierte das Tool damit mehr als 235 Kampagnen für rund 50 Werbungtreibende, darunter LVMH, L’Oréal und Michelin.
Tool zeigt Optimierungsvorschläge
Die weiterentwickelte Version deckt nun alle Werbeumgebungen von JC Decaux ab. Darunter fallen Stadtmöblierung, Transportmedien, Flughäfen und Retail. Zusätzlich zur Messung zeigt 360 Footprint auch Optimierungsvorschläge auf. Dies betrifft die Wahl der Druckfarben, Papierzertifizierung, Farbsättigung und Formatanpassung.
Laut einer Studie von Freewheel aus dem Jahr 2025 erfassen bereits knapp 60 Prozent der europäischen Marketingverantwortlichen den CO₂-Fußabdruck digitaler Kampagnen aktiv. JC Decaux entwickelte 360 Footprint somit als Antwort auf diesen Transparenzdruck.
„Diese internationale Einführung markiert einen neuen Meilenstein in unserem Bestreben, Innovation mit positiver Wirkung zu verbinden und gleichzeitig die Grundlagen für einen internationalen Standard zu schaffen, von dem Marken, Bürger und lokale Gemeinschaften profitieren“, sagt Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO bei JC Decaux.
Die Initiative ist dabei Teil der übergeordneten ESG- und Klimastrategie des Unternehmens. Es spiegelt somit auch einen branchenweiten Wandel hin zu Rechenschaftspflicht und Nachhaltigkeitskennzahlen wider.

