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Sharp auf der ISE 2026

Alte Ikonen treffen neue Technologie

Barcelona | Auf der ISE 2026 beweist Sharp seine Kompetenz in der Entwicklung langlebiger und modularer Displays und präsentiert zwei neue SDM-Lösungen auf Basis von Brightsign und Raspberry Pi. Um der wachsenden LED-Nachfrage gerecht zu werden, bringt Sharp eine neue Entry-Level-Serie auf den Markt.
Sharp-Stand auf der ISE 2026 (Foto: invidis)
Sharp-Stand auf der ISE 2026 (Foto: invidis)

Es ist bereits das zweite Jahr, in dem das NEC-Logo am ISE-Stand von Sharp fehlt. Das NEC-Erbe ist dennoch sichtbar: In einer Ecke steht beispielsweise ein 20 Jahre altes NEC-Display, das am Flughafen Wien insgesamt 175.000 Betriebsstunden absolviert hat – ein verstecktes Highlight dieser Messe.

20 Jahre altes Display am Sharp-Stand auf der ISE (Foto: invidis)
20 Jahre altes Display am Sharp-Stand auf der ISE (Foto: invidis)

Während dieses Vintage-Display ein starkes Marketinginstrument darstellt, legt Sharp bei seinen neueren Lösungen ebenso großen Wert auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit, etwa bei seiner modularen Display-Produktlinie. Zur ISE 2026 hat der Hersteller sein modulares Computing-Portfolio für Digital Signage um zwei neue Smart Display Module (SDM)-Lösungen erweitert, die unterschiedliche professionelle Anforderungen adressieren.

Neben einem SDM-Player mit integrierter Brightsign-SoC-Technologie stellt Sharp das SDM MPi5 Kit vor, das auf dem Raspberry Pi Compute Module 5 basiert. Beide Lösungen folgen der Intel-Smart-Display-Module-Spezifikation und sind darauf ausgelegt, Rechenleistung direkt in professionelle Displays zu integrieren.

SDM-Player mit Brightsign Built-in

Der SDM-Player Brightsign Built-in kombiniert Sharps Large-Format-Displays mit einem eingebetteten Mediaplayer, der mit Brightsign OS läuft. Das integrierte Formfaktor-Design macht externe Player, zusätzliche Verkabelung oder separate Stromversorgungen überflüssig, während die modulare SDM-Architektur weiterhin erlaubt, Recheneinheiten unabhängig vom Display auszutauschen oder aufzurüsten. Sharp positioniert diese Lösung für klassische Digital-Signage-Anwendungen im Einzelhandel, in Unternehmensumgebungen und im Transportbereich; die Markteinführung ist für das zweite Quartal 2026 geplant.

BrightSign eingebautes SDM-Modul für Sharp-Displays (Foto: invidis)
Brightsign Built-in SDM-Modul für Sharp-Displays (Foto: invidis)

Parallel dazu bringt Sharp das SDM MPI5 Kit als ARM-basierte Alternative auf den Markt, die in Zusammenarbeit mit Raspberry Pi entwickelt wurde. Diese Lösung verwendet das Raspberry Pi Compute Module 5 und richtet sich an Linux-basierte, unternehmenskritische Anwendungen wie Fluginformationsanzeigen (FIDS), Wegeleitsysteme und andere Informationsdisplays. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören Systemsteuerung, Energieeffizienz und langfristige Wartbarkeit.

Neue COB-LED-Serie für Entry-Level-Anwendungen

Im LED-Bereich erweitert Sharp sein Portfolio um eine neue Entry-Level-Serie und folgt damit einem breiteren Trend unter Anbietern visueller Lösungen. Ähnlich wie PPDS und Sony bietet Sharp nun ein LED-Produkt an, das kostengünstiger ist als die bisherigen Modelle, sich jedoch weiterhin oberhalb preiswerter chinesischer Alternativen positioniert. Die neue EC-Serie basiert auf Chip-on-Board-(COB-)Technologie, die im Vergleich zu SMD-LEDs in der Regel eine höhere Langlebigkeit und Bildqualität bietet und zugleich den Energieverbrauch senkt.

Für eine einfachere Installation können die Cabinets mithilfe von Scharnieren statt Schrauben verbunden werden. Die Serie wird in Pixelabständen von 0,9, 1,2, 1,5 und 1,8 mm erhältlich sein und deckt damit ein breites Spektrum an Betrachtungsabständen und Einsatzszenarien ab. Die Auslieferung soll im April 2026 beginnen.

Wie bei vielen klassischen Displayherstellern ist LED auch bei Sharp das am schnellsten wachsende Segment, mit einem jährlichen Wachstum von rund 25 Prozent. Sharps Produkte werden häufig in Transitumgebungen wie Flughäfen eingesetzt, wo Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit entscheidend sind – hier bleibt SMD bislang die dominante LED-Technologie. Mit sinkenden COB-Preisen und neuen, besser entwickelten Lösungen, die auf den Markt kommen, dürfte sich die Dynamik in diesem Segment jedoch verändern.

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