Was 2024 als Pilotprojekt begann, wird jetzt zum landesweiten Rollout: Walmart digitalisiert das Preis- und Bestandsmanagement vollständig. Innerhalb des nächsten Jahres werden dabei Electronic Shelf Labels (ESL) in allen 5.200 US-Filialen eingesetzt.
In den vergangenen zwei Jahren hat der Retailer bereits in 2.300 Standorten statische Preisetiketten durch digitale ersetzt. Laut Walmart schafft die Digitalisierung dabei zusätzliche Kapazitäten, die Mitarbeitende nun für die Kundenbetreuung einsetzen – zum Teil mehrere Stunden pro Woche.
Ein typischer Walmart-Supercenter oder Discount-Store führt mehr als 120.000 Artikel. Bisher war das Ersetzen von Papierlabels bei neuen Waren, Preisänderungen oder Rabattaktionen ein zeitintensiver Prozess.
ESLs kommen von Vusion
Walmart steuert den neuen Prozess zentral. Dadurch werden Preise nun standortübergreifend synchron angepasst. Die ESLs kommen dabei vom französischen Hersteller Vusion (ehemals SES-Imagotag) und sind über die Vusion Cloud angebunden. Früheren Angaben zufolge hängt am gesamten Rollout ein Preisschild von einer Milliarde US-Dollar.

Dabei zeigen die Edgesense-Labels von Vusion nicht nur Preis an. Sie unterstützen Mitarbeitende auch beim Bestandsmanagement. Über mobile Geräte leuchten LED-Signale an den einzelnen Labels auf, um Produkte schneller zu finden oder Regale gezielt nachzufüllen. Zudem unterstützt das „Pick-to-Light“-System Mitarbeitende bei Online-Bestellungen, indem sie die Produkte schneller finden.
Trotz der digitalen Umstellung hält Walmart an seiner Everyday-Low-Price-Strategie fest. Das Unternehmen spielt Preisänderungen zentral aus und ausschließlich außerhalb der Öffnungszeiten. Ziel ist es laut Walmart, Mitarbeitende von Routineaufgaben zu entlasten und den Service zu verbessern.

