Der deutsche Verlagsriese Axel Springer hat eine Vereinbarung zum Erwerb der Telegraph Media Group, Herausgeberin der Tageszeitung „The Daily Telegraph“, getroffen. Durch den Deal kommt eine der traditionsreichsten Zeitungsmarken Großbritanniens unter die Kontrolle des Springer-Konzerns. Die Telegraph Media Group veröffentlicht The Daily Telegraph, The Sunday Telegraph und die dazugehörigen digitalen Plattformen.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich Axel Springer zunehmend als Digital-First-Organisation positioniert und in Online-Journalismus, Werbeplattformen und neue Medienkanäle investiert – auch in Digital Signage beziehungsweise DooH. Vor einigen Jahren übernahm Springer das Connected-Screen-Startup Framen.
Stärkung von Framen in UK
Die Übernahme des Telegraph durch Axel Springer ist in erster Linie ein Meilenstein in der globalen Nachrichtenbranche, hat aber auch interessante Auswirkungen auf die in Berlin ansässige DooH-Plattform Framen von Axel Springer.
Obwohl Axel Springer The Telegraph nicht für DooH-Zwecke erworben hat, stärkt der Deal indirekt Framen, die schnell wachsende DooH- und CTV-Plattform der Gruppe.
Das Modell von Framen konzentriert sich auf die Kombination von hochwertigen redaktionellen Inhalten mit digitalem Out-of-Home-Inventar in gemeinsam genutzten Räumen wie Coworking-Hubs, Fitnessstudios, Hotels und anderen Innenräumen. Das Wertversprechen ist klar: Inhaltsgesteuerte DooH-Netzwerke sorgen für eine höhere Kundenbindung, eine stärkere Erinnerung und eine verbesserte Monetarisierung.
Content ist Trumpf
Framen liefert DooH und Content-Distribution an mehr als 18.000 Screens in 32 Ländern und erreicht täglich etwa 20 Millionen Verbraucher über seine kombinierte DooH- und CTV-Präsenz in zum Beispiel Co-Working-Spaces und Fitnessstudios. Das Vereinigte Königreich bleibt jedoch ein unterentwickelter Markt für die Plattform, mit derzeit weniger als 100 Displays.
Die Strategie von Axel Springer besteht eindeutig nicht darin, Framen durch den Kauf von Zeitungen zu vergrößern. In einem großen internationalen Medienkonzern entstehen jedoch Synergien zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen. Die redaktionelle Tiefe und Glaubwürdigkeit von Framen steigt mit jeder großen Content-Marke, die zum Portfolio der Gruppe hinzukommt.

