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Retail Media

Rewe integriert DooH in Ladesäulen

Jolt Energy und Rewe starten einen bundesweiten E-Lädesäulen-Rollout auf Supermarkt-Parkplätzen – mit integrierten DooH-Displays als Retail-Media-Fläche.
Rewe und Jolt Engery realisieren DooH-Flächen an E-Lädesäulen in Heidelberg. (Foto: JOLT Energy)
Rewe und Jolt Engery realisieren DooH-Flächen an E-Lädesäulen in Heidelberg. (Foto: JOLT Energy)

Die Rewe Group und Jolt Energy nehmen in Heidelberg ihren ersten gemeinsamen High-Power-Charging-Standort in Betrieb. An der E-Ladesäule ist dabei ein DooH-Screen integriert.

Die Partnerschaft sieht dabei vor, bundesweit mehr als 100 Schnellladestandorte pro Jahr auf Rewe- und Penny-Parkplätzen zu errichten. Jolt Energy ist seit 2018 auf urbane HPC-Lösungen spezialisiert und hat seinen Hauptsitz in München.

Die eingesetzte Technologie arbeitet ohne Mittelspannungsausbau. Batteriegepufferte Charger liefern bis zu 300 Kilowatt Ladeleistung bei Anschluss ans Niederspannungsnetz. E-Autos können damit während des Einkaufens aufgeladen werden.

Displays mit bis zu 75 Zoll

An den Ladesäulen sind digitale Displays mit bis zu 75 Zoll integriert. Die Vermarktung der Werbeflächen übernimmt Rewe Group Retail Media Connect. Ausgespielt werden Drittanzeigen, regionale Inhalte, Wetterdaten sowie eigene Kampagnen des Retailers.

„Der bis zu 75 Zoll große Werbescreen an den Jolt-Ladesäulen bietet zusätzlichen Mehrwert, den wir sinnvoll in die Kommunikationsaktivitäten der Rewe Group integrieren können“, sagt Sebastian Engels, Projektkoordinator bei der Rewe Group.

Retail Media bis auf den Parkplatz

Für Rewe bedeutet das Projekt zweierlei: Die Retail-Media-Flächen des Konzerns reichen künftig bis auf den Parkplatz, der DooH-Screen an der Ladesäule wird zum Werbeträger außerhalb des Marktgebäudes. Gleichzeitig positioniert sich Rewe als Anlaufpunkt für E-Autofahrer, die den Ladevorgang mit dem Wocheneinkauf verbinden.

Das Geschäftsmodell mit DooH auf Ladesäulen zeigte in der Vergangenheit, dass die Umsetzung in der Praxis schwierig ist. Das bayerische Unternehmen Numbat meldete 2024 Insolvenz an – trotz einer Finanzierungsrunde über 140 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem schleppende Genehmigungsverfahren, zu geringe Ladeauslastung und hausgemachte technische Probleme.

Das Jolt-Rewe-Projekt folgt einer anderen Logik: DooH ist hier nicht das Erlösmodell des Aufstellers, sondern in ein bestehendes Retail-Media-Netzwerk eingebettet. Zudem ist der Werbekontakt dabei bereits auf dem Retail-Parkplatz und damit unter Umständen empfänglicher. Ob das den entscheidenden Unterschied macht, wird der Rollout zeigen.