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Rückzug aus Deutschland

Migros verkauft Teo-Stores an Edeka

Die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich wird sich aus dem deutschen Markt zurückziehen und veräußert die Tochtergesellschaft Tegut. Einen Großteil wird Edeka übernehmen, unter anderem die autonomen Teo-Shops.
Autonomer Teo-Store (Foto: tegut)
Autonomer Teo-Store (Foto: tegut)

Die Migros-Genossenschaft trennt sich von seiner Tochter Tegut und zieht sich damit komplett aus dem deutschen Markt zurück. Grund dafür ist laut dem Schweizer Retail-Unternehmen das verschärfte Marktumfeld in Deutschland und die daraus resultierenden Umsatzeinbußen. Unter den Bedingungen sei die Tegut-Gruppe bei einer vergleichsweise kleinen Unternehmensgröße langfristig wirtschaftlich nicht zukunftsfähig.

„Die Entscheidung, Tegut zu veräußern, ist uns äußerst schwergefallen. Das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen in den herausfordernden vergangenen Monaten verdient meinen höchsten Respekt. Dennoch hat die Analyse eindeutig gezeigt, dass eine Gesamtveräußerung unter den aktuellen Marktbedingungen die beste langfristige Perspektive für alle Beteiligten bietet – insbesondere für die Mitarbeitenden, aber auch für die Kundinnen und Kunden“, erklärt Patrik Pörtig, Geschäftsleiter bei Migros Zürich.

Eine Gesamtübernahme durch einen Käufer konnte sich nicht realisieren lassen, sodass es nun Gespräche mit deutschen Handelsketten zur Übernahme einzelner Geschäftsteile gibt. Eine größere Einigung wurde laut Migros bereits mit Edeka erzielt. Diese umfasst die Übernahme eines wesentlichen Teils der Tegut-Gruppe, unter anderem das Unternehmen Smart Retail Solutions, das die autonomen 24/7-Stores unter dem Teo-Brand.

Zurzeit rund 40 Teo-Stores

Laut der Website von Smart Retail Solutions gibt es aktuell mehr als 40 Teo-Stores in Deutschland. Inwiefern der Teo-Name bleibt, ob es Schließungen geben wird und ob das zentrale Management der 24/7-Stores beim genossenschaftlich geprägten Edeka-Verbund bestehen bleibt, ist noch offen. Edeka selbst kommunizierte den Kauf noch nicht offiziell.

Anfang der 2020er-Jahre wurden autonomen Mini-Stores wie Teo großes Potenzial bescheinigt, es gab eine große Reihe an Test-Stores. Mittlerweile ist das Konzept reifer geworden, und es gibt viele Hybrid-Modelle. Den meisten Formaten gemeinsam ist ein Hang zu Digital Signage – Infoscreens müssen über Angebote und den Verkaufsprozess informieren.

Wie Amazon Go: Tegut expandiert mit Teo-Minimärkten