Verbotene Stadt

600 Jahre Palastgeschichte digital erlebt

Vom kaiserlichen Erbe zur visuellen Wucht: Die Ausstellung „The Ways in Patterns“ interpretierte die Verbotene Stadt in Peking als lebendiges Kunstwerk – historische Motive wurden zu immersiven Erlebnissen, in denen Vergangenheit und Gegenwart ineinanderflossen.
„The Ways in Patterns“ inszenierte die Verbotene Stadt als Projection-Mapping-Ausstellung. (Foto: Barco)
„The Ways in Patterns“ inszenierte die Verbotene Stadt als Projection-Mapping-Ausstellung. (Foto: Barco)

Vor kurzem endete in Hongkong und Shanghai die Ausstellung „The Ways in Patterns – Eine umfassende digitale Ausstellung des Palastmuseums“, die Besucher in das kaiserliche China versetzte. Beide Standorte präsentierten eine moderne, digital gestützte Neuinterpretation des künstlerischen Erbes der Verbotenen Stadt – eines weitläufigen Palastkomplexes im Zentrum Pekings.

Über die Autorin

Dieser Artikel wurde von Theresa Engelhardt während ihres Schulpraktikums im Redaktionsteam von invidis konzipiert und verfasst.

Durch 360-Grad-Digitalprojektionen in sieben Themenbereichen wurden historische dekorative Motive in lebendige, visuell erfahrbare Szenarien überführt.

Designkonzept und narrativer Ansatz

Laut den Ausstellungs-Designern zielte das Konzept darauf ab, traditionelle Handwerkskunst in ein digitales, emotional ansprechendes Erlebnis zu transformieren. In den thematisch gestalteten Räumen entfalteten sich architektonische Muster der kaiserlichen Dynastien Chinas als dynamische Animationen. Jeder Raum erzählte eigene Geschichten – von fließenden, keramikinspirierten Bildwelten bis zu komplexen Deckenornamenten, die durch langsame Bewegungen zum Leben erweckt wurden. Die Sequenzen wurden mithilfe von 4K-Projektoren von Barco in Szene gesetzt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Laut Barco erforderte die Umsetzung dieser Vision ein außergewöhnlich hohes Maß an Präzision. Die Komplexität der Kunstwerke – geprägt von filigranen Linienführungen, Texturen sowie einer ausgeprägten Farbsymbolik – erforderten eine detailgenaue Bildwiedergabe. Zugleich ergaben sich aus den räumlichen Gegebenheiten der Ausstellungsorte, sowie der Notwendigkeit einer nahtlosen Projektion über weitläufige Flächen, erhebliche technische und infrastrukturelle Herausforderungen.

Technische Umsetzung und Systemeinrichtung

Für die Ausführung der Ausstellung wurde an beiden Standorten ein komplexes Netzwerk verschiedener Projektionssysteme eingerichtet, darunter die Modelle der Serien 1600-4K8 und G50 von Barco. In Hongkong kamen dreiundvierzig I600-4K8- und dreiunddreißig G50-Projektoren zum Einsatz, während der Standort in Shanghai mit siebenundsechzig I600-4K15-Projektoren ausgestattet wurde.

Laut Barco erlaubten diese Systeme sowohl eine präzise Ausrichtung innerhalb der sieben Ausstellungsräume als auch eine flexible Installation in ungewöhnlichen Raumkonfigurationen. Die ausgewählten Geräte sind zudem für den Dauerbetrieb in stark frequentierten öffentlichen Bereichen konzipiert.

Durch die Verschmelzung digitaler Kunst mit kulturellem Erbe bot „The Ways in Pattern“ eine Perspektive, die das Interesse eines zeitgenössischen Publikums an der Verbotenen Stadt weckt und gleichzeitig die Essenz ihres künstlerischen Erbes bewahrt.

Vom Kulturerbe zu beeindruckenden visuellen Erlebnissen: „The Ways in Pattern“ interpretiert die Kunst der Verbotenen Stadt in Hongkong und Shanghai neu – und verwandelt historische Motive in immersive digitale Erlebnisse, die die Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart verschwimmen ließen.

Anzeige