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Arbeitsplatz-Studie

Überfordert durch zu viel Kommunikation

Ein US-Studie zeigt: Ein hohes Volumen an interner Kommunikation wirkt sie negativ auf Mitarbeiter aus. Wichtig ist stattdessen, wer kommuniziert und ob die Information für die eigene Arbeit relevant ist.
Die Korbyt-Studie fand heraus, wie intere Kommunikation in Unternehmen Mitarbeiter ermüdet. (Foto: Korbyt)
Die Korbyt-Studie fand heraus, wie intere Kommunikation in Unternehmen Mitarbeiter ermüdet. (Foto: Korbyt)

Der Software-Anbieter Korbyt hat die Ergebnisse einer neuen Studie zur Kommunikation am Arbeitsplatz veröffentlicht. Das Ergebnis: Mitarbeiter wenden sich vermehrt von interner Kommunikation ab, wenn es dieser an Klarheit, Relevanz oder Vertrauen mangelt.

Die gemeinsam mit Reworked durchgeführte Umfrage befragte 1.175 Vollzeitbeschäftigte in den USA in Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern. Die Hälfte der Befragten angab, dass das Volumen der Kommunikation, die sie erhalten, „gerade richtig“ sei. 44 Prozent sagten, dass sie sich überfordert fühlen. Das deutet darauf hin, dass eher die Qualität als die Quantität der Nachrichten das Problem ist.

Hohes Volumen macht müde

Die Ergebnisse legen nahe, dass viele Unternehmen weiterhin auf ein hohes Nachrichtenvolumen über mehrere Kanäle hinweg setzen — das kann zu Wiederholungen und Ermüdung führen. Mitarbeiter neigen eher dazu, sich mit Kommunikation auseinanderzusetzen, wenn diese für ihre Arbeit nützlich ist. Zudem legen sie Wert darauf, dass Informationen von vertrauenswürdigen Quellen, insbesondere Vorgesetzte, übermittelt werden.

Die Studie hebt zudem anhaltende Herausforderungen bei der Kanalstrategie hervor. Wiederholte Nachrichten über E-Mail, Chat und andere Plattformen können dazu führen, dass Mitarbeiter offizielle Kanäle ignorieren oder auf informelle Alternativen ausweichen. Das kann die Konsistenz und Reichweite untergraben.

In Bezug auf neue Tools zeigten sich die Befragten vorsichtig offen gegenüber AI-generierter Kommunikation — jedoch nur, wenn diese die Klarheit verbessert, statt den Informationsüberfluss zu verstärken. Nachrichten, die als allgemein oder repetitiv wahrgenommen wurden, wurden eher ignoriert — unabhängig davon, ob sie von AI oder Menschen erstellt wurden.

Digital Signage wird positiv wahrgenommen

Digital Signage wurde unterdessen als relativ reibungsloser Kanal identifiziert. Rund 72 Prozent der Befragten gaben an, dass Displays am Arbeitsplatz nützlich sind, um auf dem Laufenden zu bleiben, insbesondere für unternehmensweite Updates und betriebliche Informationen, die keine sofortige Reaktion erfordern.

Die Ergebnisse deuten auf einen Wandel in der Kommunikationsstrategie am Arbeitsplatz hin, bei dem die Wirksamkeit zunehmend von Relevanz, Vertrauen und Kanaldisziplin abhängt und weniger von der Häufigkeit.

Die Studie ist hier zu finden.