Brompton Technology, Unit1 Studio und ROE Visuals entwickeln einen neuen Ansatz für avatarbasiertes Live-Entertainment. Dabei setzen die Partner LED-Technologie und AI-gestütztes CGI ein, um realistische digitale Versionen menschlicher Darsteller zu schaffen.
Unit1 Studio versteht sich als End-to-End-Produzent von Avatar-Konzerten. Laut Unternehmen waren Avatar-geführte lange Zeit auf Künstler mit hohem Budget beschränkt. Nun könne das von einer breiteren Gruppe von Darstellern sowie von Inhabern von Backkatalogen und Besucherattraktionen realisiert werden.
Die erste Präsentation in London zeigte die Sängerin KT Tunstall im Rahmen der Neuauflage ihres Debütalbums „Eye of the Telescope“. Die Show fand im Demo-Raum von Brompton Technology in London statt. Dabei kam die LED „Topaz“ von ROE Visuals mit einem Pixelpitch von 1,5 Millimeter zum Einsatz — ebenso der 4K-Prozessor „Tessera SX40“ von Brompton.
Mimik entscheidet, ob es funktioniert
Laut den Projektpartnern mussten Farben präzise wiedergegeben werden. Zudem sei die LED-Kalibrierung wichtig. Dabei spielen kleine Details im Gesicht eine wichtige Rolle, ob das Publikum die Illusion akzeptiert. Dafür arbeiteten Unit1 Studio und Brompton an Farbpipelines, Farbräumen und Rendering-Optionen.
Barney Wragg, CEO von Unit1 Studio, erklärte, Brompton und ROE Visual hätten erkannt, dass das Projekt eine enge Zusammenarbeit und technische Geduld erfordern würde.
Jonathan Sheard, Managing Director von ROE Visual UK, sagte, die Arbeit zeige, wie präzise LED-Systeme Kreativen dabei helfen können, die Grenzen des Realismus bei Avatar-gesteuerten Darbietungen zu erweitern.
LED wird von Kulisse zu Performance
Das Projekt befindet sich an der Schnittstelle von virtueller Produktion, Live-Unterhaltung und immersiven Medien. Dort wird die Genauigkeit von LED-Displays zunehmend nicht nur als Kulisse, sondern als Teil der Performance selbst genutzt.
Für den Live-Event-Markt stellt sich vor allem die Frage, ob Avatar-Konzerte über einmalige Spektakel hinauswachsen und zu einem skalierbareren Format für Veranstaltungsorte, etablierte Künstler und Themenattraktionen werden können.

