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Green Retail

Rewe pflanzt Salat auf Dach

Nach Wiesbaden eröffnet Rewe einen Green Farming Markt in Berlin. Der Salat, der im Markt verkauft wird, wächst hier auf dem eigenen Dach.
Auf dem Dach des neuen Rewe-Standort in Berlin-Lankwitz wächst Salat, der nach der Ernte im Markt verkauft wird. (Foto: Christoph Große)
Auf dem Dach des neuen Rewe-Standort in Berlin-Lankwitz wächst Salat, der nach der Ernte im Markt verkauft wird. (Foto: Christoph Große)

In Berlin-Lankwitz eröffnet Rewe einen neuen Supermarkt. Das Besondere: Es ist der zweite Rewe Green Farming Markt, wo alles auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist.

Dabei pflanzt der Lebensmittelhändler zusammen mit dem Berliner Unternehmen ECF Farmsystems Salat auf dem Dach. Der erste Green Farming Markt eröffnete 2021 in Wiesbaden.

Größte Dachfarm Deutschlands

Mit 2.760 Quadratmetern Farmfläche auf dem neuen Standort in Berlin handelt es sich um die größte Dachfarm in Deutschland. Der Salat wächst hier in einem automatisierten, hydroponischen Anbau. Dadurch kommt er nahezu ohne Erde aus. Im Sommer 2026 soll der erste Salat geerntet, im Markt verpackt und verkauft werden.

Die Farmfläche auf dem Dach hat 2.760 Quadratmeter. (Foto: Christoph Große)
Die Farmfläche auf dem Dach hat 2.760 Quadratmeter. (Foto: Christoph Große)

Auch andere Märkte in der Region Berlins will Rewe mit dem Salat beliefern. Nach eigenen Angaben lassen sich dadurch im Vergleich zu Importware aus Südeuropa rund 500.000 Kilometer Transport pro Jahr einsparen.

Mit digitalem Zwilling geplant

Als Rewe mit der Planung des neuen Standorts begann, entwarf man bereits vor dem Bau einen digitalen Zwilling des Gebäudes. So konnten die Verantwortlichen dreidimensional, datengetrieben und kollaborativ planen.

Das Tragwerk bilden 1.800 Kubikmeter heimisches Nadelholz. Im Innenbereich setzt der Retailer zudem auf große Fensterfronten sowie Dachfenster. Damit kommt natürliches Licht in den Markt.

Das Tragwerk im Inneren besteht aus einem modularem Holzbau (Foto: Christoph Grosse)
Das Tragwerk im Inneren besteht aus einem modularem Holzbau (Foto: Christoph Große)

Neben Parkplätzen für Autos gibt es auch Stellplätze für Fahr- und Lastenräder. Zudem gibt es vier E-Ladesäulen.

50 Prozent weniger Energieverbrauch

Auch der Betrieb des Marktes ist auf energieeffizienten Verbrauch ausgelegt: LED beleuchtet den Markt, die Kühlregale sind verglast und neben der Salatfarm bedecken 200 Photovoltaikmodule das Dach. Der Markt setzt außerdem nur Grünstrom ein. Laut Rewe verbraucht der neue Markt halb so viel Energie wie andere Standorte.

Künftig will Rewe mehr solche Märkte bauen. Mit der Eröffnung des zweiten Green Farming Markts in Berlin beginnt der Einzelhändler die Skalierung des grünen Konzepts. Das Kernelement ist dabei der Baustoff Holz. „Unsere neue Supermarkt-Generation geht jetzt in Serie, dank der modularen Bauweise können wir die Nachnutzung optimal an den Standort anpassen. Wir planen bereits weitere Holzbau-Märkte in Deutschland“, sagt Peter Maly, Chief Operating Officer bei Rewe.