Mitten in den DSS platzt die große Nachricht: Vertiseit übernimmt Scala von Stratacache. Mit dieser Akquisition setzt der globale Player mit Schweden-Hauptquartier seine M&A-Strategie konsequent durch und setzt ein Zeichen im internationalen Digital Signage-Softwaremarkt
Der Kaufpreis, der laut Vertiseit Aktien und Vermögenswerte umfasst, beläuft sich auf rund 265 Millionen Schwedische Kronen; das sind circa 24 Millionen Euro. Finanziert wird der Kauf durch eine gezielte Aktienemission und eine erweiterte Kreditfazilität bei der Nordea Bank.
Traditionsreiche Marke
Scala, 1987 in Norwegen gegründet, ist eines der am weitverbreitetsten Digital Signage-CMS und gehört seit 2018 zur Stratacache Group von Chris Riegel, die in diesem Jahr in massiven finanziellen Druck geraten ist.
„Scala ist die bekannteste Softwaremarke in unserer Branche und verfügt über eine starke globale Präsenz, fundierte Branchenexpertise sowie langjährige Beziehungen zu vielen der weltweit führenden Einzelhändler und Marken“, kommentiert Johan Lind, CEO von Vertiseit.
In Dise integriert
Nach Abschluss der Transaktion soll Scala als strategisches Softwareangebot innerhalb von Dise, der Partner-Only-Lösung von Vertiseit, weitergeführt werden. Dise beabsichtigt, „den Übergang von Scala zu einem modernen, SaaS-basierten und geräteunabhängigen Angebot zu beschleunigen“, das auf die Partner-First-Strategie des Unternehmens abgestimmt ist.
„Als ehemaliger Scala-Partner wird die Möglichkeit, Scala wieder zu einer Partner-First-Strategie zurückzuführen, einen erheblichen Mehrwert für die Partner-Community schaffen“, sagt Johan Lind.
Bereits im Mai Abschluss erwartet
Ausgehend von der bisherigen Geschäftsentwicklung von Scala wird erwartet, dass die Übernahme auf Jahresbasis einen Beitrag von insgesamt rund 18,5 Millionen Euro zum Gesamtumsatz leisten wird, wovon etwa 8 Millionen Euro auf ARR-Umsätze entfallen.
Der Abschluss der Akquisition wird vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen für Mai 2026 erwartet. Scala wird ab dem Abschlussdatum in die Finanzberichterstattung von Vertiseit einbezogen.
Der Branche war klar, dass die großen Softwareunternehmen nun um Scala-Kunden warben. Vertiseit ging noch einen Schritt weiter und nutzte die akutelle Schwäche von Stratacache aus.


