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Warenhauskette

Galeria erhält 160-Millionen-Kredit

Die angeschlagene Warenhauskette Galeria sichert ihren kurzfristigen Fortbestand. Ein Investor aus den USA stellt 160 Millionen Euro zur Verfügung - geknüpft an eine dreijährige Sanierung.
Seiteneigang bei Galeria Karstadt Kaufhof am Marienplatz (Foto: invidis)
Seiteneigang bei Galeria Karstadt Kaufhof am Marienplatz (Foto: invidis)

Galeria erhält eine neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro. Medienberichten zufolge stellt die US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers das Geld bereit – abgesichert durch die Ware des Unternehmens. Dem Kredit ging ein Gutachten der Unternehmensberatung Alix Partners voraus. Diese hatte wirtschaftliche Lage der Kette geprüft.

Mit dem frischen Geld sichert Galeria die Finanzierung bis 2029. Jedoch ist die Spritze an Bedingungen geknüpft: Der bereitgestellte Kredit sieht einen dreijährigen Sanierungsplan vor. Laut dpa sind dabei weitere Filialschließungen vorgesehen.

30 von 83 Häusern stehen auf der Kippe

Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock erklärte, das gesamte Filialnetz werde auf Rentabilität geprüft. Etwa 30 der derzeit 83 Warenhäuser gelten demnach als gefährdet. Miteigentümer Bernd Beetz sprach von einem gesicherten kurzfristigen Fortbestand bei weiterhin angespannter Lage.

Als Gründe für die Maßnahmen nennt Galeria das schwache Konsumklima im stationären Einzelhandel sowie ausstehende Mietzahlungen an einzelne Vermieter. Zuletzt hatte die Kette mit Rabattaktionen versucht, die Umsätze zu steigern.

Anfang 2024 hatte Galeria zum dritten Mal Insolvenz angemeldet, nachdem der Mutterkonzern Signa in finanzielle Schieflage geraten war. Im Zuge der darauffolgenden Übernahme durch NRDC und Bernd Beetz wurden neun Standorte geschlossen. Galeria beschäftigt derzeit rund 12.000 Menschen.