Der Digital Signage-Anbieter Videri hat mit Videri Intelligence eine neue AI-Ebene für seine Plattform vorgestellt. Sie besteht aus drei Tools, die künftig Inhalte bauen, Aufgaben im Netzwerk übernehmen und auch Daten auswerten sollen.
Die neue Ebene ist dabei kein separates Zusatzprodukt, sondern im bestehenden Portal integriert.
Content aus Daten und Text-Prompt
Das erste Werkzeug heißt Application Studio und generiert per Text-Prompt fertige Applikationen für die Displays. Nutzer beschreiben dafür Layout, Funktion und Datenquelle. Dann baut das Tool die Anwendung und spielt sie automatisch auf das Netzwerk aus.

Laut Videri binden vorgefertigte Schnittstellen zu Power BI, programmatischen Feeds, Microsoft 365, Google Sheets und RapidAPI das System an Kassensysteme oder Geschäftsdaten an, eine tiefere Anbindung an Kassensysteme bietet das Unternehmen bislang als separate Dienstleistung an.
Actions setzt Befehle live um
Das zweite Werkzeug, Videri Actions, funktioniert als Assistent innerhalb des Portals. Anwender geben den Befehl ebenfalls als Text-Prompt ein, etwa den Austausch einer Werbeaktion über alle Standorte hinweg, und Actions führt ihn aus. Jede Aktion läuft laut Videri innerhalb bestehender Zugriffsrechte und lässt sich rückgängig machen.
Das dritte Werkzeug, Videri Insights, ist noch nicht verfügbar. Es soll jedoch künftig Gerätedaten, Statistiken zur Wiedergabe und Publikumsverhalten selbstständig auswerten und dabei auffällige Muster proaktiv melden – etwa schwächelnde Displays oder besonders wirksame Inhalte.
Als Differenzierung zur Konkurrenz verweist Videri auf die eigene Hard- und Software. Während viele Anbieter ihre AI-Funktionen auf fremder Hardware nachrüsten, entwickelt Videri Displays, Firmware und Plattform selbst und hat damit laut eigener Aussage auch Zugriff auf Signal- und Nutzungsdaten, die anderen Systemen verborgen bleiben.
Pilotstart im September 2026
Videri hat für seine AI-Upgrade eine Pilotphase angekündigt. Ab September 2026 arbeitet laut Unternehmen zunächst eine kleine Gruppe von Partnern mit Application Studio und Actions, Insights folgt später.
Eine Migration oder ein separates Integrationsprojekt soll nicht nötig sein. Die Funktionen erscheinen direkt im bestehenden Portal. Bestandskunden können die Ebene demnach einfach aktivieren. Die Lizenzierung erfolgt getrennt von der Plattform, konkrete Preise will das Unternehmen erst nach der Pilotphase nennen.

