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Retail Media

Globaler Markt wächst auf 200 Milliarden US-Dollar

Der globale Retail-Media-Markt knackt 2026 die 200-Milliarden-Dollar-Marke. Laut Warc Media wachsen die USA deutlich schneller als Europa.
Indoor-Screen in Fashion-Retail (Foto: invidis)
Indoor-Screen in Fashion-Retail (Foto: invidis)

Der weltweite Markt für Retail-Media-Werbung wächst 2026 laut Warc Media auf 200,4 Milliarden US-Dollar. Die USA wachsen dabei weiterhin stärker als Europa.

Auch für das kommende Jahr fällt die Prognose positiv aus: 2027 soll der globale Markt um weitere 11,5 Prozent auf 223,4 Milliarden US-Dollar zulegen.

15,2 Prozent Marktanteil

Retail Media macht dann 15,2 Prozent der gesamten weltweiten Werbeausgaben aus. Händler bauen ihr Werbegeschäft in E-Commerce, Connected TV und stationären Geschäften weiter aus.

Das Wachstum verlangsamt sich allerdings. Ohne Marktführer Amazon rechnet Warc für 2027 nur noch mit einem globalen Wachstum von 9,8 Prozent. Der Wert entspricht der niedrigsten Rate seit Beginn der WARC-Erhebungen.

Instore-Screens als Antrieb

Je reifer der Markt wird, desto mehr Potenzial sieht WARC in Instore-Screens und in Kampagnen, die physische und digitale Kanäle verbinden.

Die USA sind der größte und einer der stärksten Märkte der Branche. Warc rechnet für 2028 mit US-Ausgaben von 74,9 Milliarden US-Dollar für Retail-Media-Netzwerke, ein Wachstum von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Europa-Wachstum sinkt auf einstelligen Wert

In Europa dürfte das Wachstum laut Bericht auf einstellige Prozentwerte sinken, der Markt bleibt aber bedeutend. Amazon dominiert dabei auf beiden Seiten des Atlantiks.

Im vergangenen Jahr 2025 entfielen 78 Prozent der US-Ausgaben für Retail Media auf Amazon, in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien gingen mehr als zwei Drittel ebenfalls an den Konzern.

Kaufwahrscheinlichkeit steigt mit Instore-Werbung

Für die Digital Signage-Branche liegt eine große Chance im stationären Handel. Laut einer von Warc zitierten Studie kauften mehr als 60 Prozent der US-amerikanischen Lebensmittel-Käufer ein Produkt direkt nach der Sichtung auf einem Instore-Screen. Trotzdem zählt der stationäre Handel weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Bereichen von Retail Media.

„Erfolg hängt heute von der intelligenten Verzahnung mit anderen Kanälen ab – und davon, den optimalen Weg zu nachhaltigen Ergebnissen zu finden“, sagt Alex Brownsell, Head of Content bei Warc Media.

Diese Verzahnung könnte Instore-Digital-Media eine größere Rolle verschaffen, während Händler über reine E-Commerce-Werbung hinausblicken und Kampagnen über Online, Connected TV und stationären Handel hinweg verbinden wollen.