Auch in Südafrika steht der stationäre Einzelhandel vor großen Herausforderungen. Trotzdem investieren führende Händler weiter konsequent in ihre stationären Markenwelten. Zu den wichtigsten Akteuren gehört die südafrikanische TFG, The Foschini Group, die weltweit rund 5.000 Stores betreibt, davon etwa 3.000 im südlichen Afrika.

Namensgeber und zugleich wichtigstes Brand der Gruppe ist Foschini, eine südafrikanische Interpretation von Zara: trendige Fashion, modernes Lifestyle-Shopping und seit Kurzem auch ein umfangreiches Beauty-Sortiment. Im Gegensatz zu Zara allerdings mit klarem Fokus auf Frauen.
Flagships prägen Image
Wie Inditex setzt auch TFG auf eine konsequente Omnichannel-Strategie. Die Filialen dienen nicht nur als Verkaufsflächen, sondern zunehmend auch als lokale Distributionszentren für den Online-Handel. Für die Markenwahrnehmung bleiben jedoch physische Flagship Stores unverzichtbar. Sie schaffen Reichweite weit über ihren unmittelbaren Einzugsbereich hinaus und prägen das Image der Marke nachhaltig.

Im Gateway Theatre of Shopping in Durban eröffnete Anfang August der neueste Foschini Flagship Store. Auf knapp 2.000 Quadratmetern präsentiert die Marke Fashion und Beauty in einer Store-Umgebung, die sich klar von klassischen Retailkonzepten abhebt. Statt nüchterner Verkaufsflächen erwartet die Kundinnen ein modernes Erlebnisformat mit hellen Farben, großzügigen Sichtachsen und einer offenen Architektur.
LEDs als zentrale Bestandteile
Aus Digital Signage-Sicht gehört der Store zu den spannendsten Neueröffnungen des Jahres. LED-Screens sind nahezu omnipräsent und bilden einen integralen Bestandteil des Ladenkonzepts. Bereits im Eingangsbereich zieht eine spektakuläre ovale LED-Installation die Aufmerksamkeit auf sich. Ein weiteres Highlight ist die großformatige LED-Wand hinter der Kassenzone, die den hinteren Bereich des Stores visuell dominiert.

Auch entlang der Hauptlaufwege setzt Foschini auf digitale Kommunikation. Mehrere Warenträger wurden mit hochformatigen LED-Screens ausgestattet, die Produktinszenierungen und Kampagnen direkt in das Einkaufserlebnis integrieren. In der Beauty-Abteilung ergänzen von der Decke abgehängte Displays das digitale Konzept.
Besonders bemerkenswert ist dabei die hochwertige Integration der Signage Screens in die Retail-Architektur. Die Displays wirken nicht wie nachträglich installierte digitale Werbeträger, sondern sind von Beginn an als gestalterisches Element mitgedacht worden. Digitale Medien unterstützen die Atmosphäre des Stores, ohne sie zu dominieren. Der neue Foschini Flagship Store in Durban zählt damit zweifellos zu den überzeugendsten Fashion-Retail-Konzepten des Jahres 2026.
Anprobe mit Setting zum Verweilen
Ein weiteres Highlight liegt voll im aktuellen Trend: die Umgestaltung der Fitting Rooms zu sozialen Erlebnisräumen. Die großzügig dimensionierten Umkleidekabinen sind U-förmig um eine zentrale Lounge angeordnet. Bequeme Sofas, eine hochwertige Beleuchtung und ein überdimensionaler Spiegel schaffen einen Bereich, in dem Anprobieren zum gemeinsamen Erlebnis wird. Statt funktionaler Kabinen entsteht hier ein Aufenthaltsort, an dem Freundinnen beraten, diskutieren und ihre Einkaufsentscheidungen gemeinsam treffen können.

Auch die Beauty-Abteilung setzt auf Beratung und Erlebnis. Beauty-Beraterinnen sind im gesamten Bereich präsent und unterstützen Kundinnen bei der Produktauswahl. Besonders auffällig: das breite Angebot an K-Beauty-Produkten. Koreanische Kosmetik gehört weltweit zu den am stärksten wachsenden Beauty-Segmenten und erhält auch bei Foschini entsprechend viel Platz.
Der neue Flagship Store in Durban zeigt eindrucksvoll, wie moderner stationärer Fashion- und Beauty-Handel aussehen kann. Eine starke Marke, eine durchdachte Store-Architektur, konsequent integrierte Digital Signage und erlebnisorientierte Flächenkonzepte schaffen ein Einkaufserlebnis, das Online-Kanäle allein nicht bieten können. So macht Fashion- und Beauty-Shopping im stationären Handel Spaß.

