Displayce-Analyse

Programmatic DooH wächst in DACH

Programmatic DooH legt in der DACH-Region kräftig zu. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der DSP-Daten von Displayce zum Kampagnen- und Ausspielungsvolumen.
DooH in Hamburg (Foto: invidis)
DooH in Hamburg (Foto: invidis)

2025 wuchs Programmatic DooH weltweit auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar Umsatz, wie eine Studie der World Out of Home Organization zeigt. Europa kommt dabei auf eine Programmatic-Penetration von 9,4 Prozent. Anlässlich der Dmexco 2026 hat Displayce nun untersucht, wie sich der programmatische Handel mit Außenwerbung speziell in der DACH-Region entwickelt.

Dafür analysierte die Demand-Side-Plattform ihre Daten innerhalb des Zeitraums vom 1. Januar bis 29. Juli 2026 und verglich sie mit dem Vorjahr.

1,01 Milliarden Impressionen

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass programmatische Buchungen beliebter und lokaler werden. Insgesamt verzeichnete man 461 aktivierte Kampagnen, was einem Wachstum von 136 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Damit erreichte man 1,01 Milliarden Impressionen mit einem ähnlichen Anstieg von 139 Prozent.

Geografisch bleibt der Markt auf Deutschland fokussiert: 80,2 Prozent aller Aktivierungen – umgerechnet rund 370 der 461 Kampagnen – entfielen auf die Bundesrepublik, 11,2 Prozent – rund 52 Kampagnen – auf die Schweiz und 8,6 Prozent auf Österreich, was ungefähr 40 Kampagnen entspricht.

Berlin führt bei Ausgaben vor Hamburg und München

Bei den Werbeausgaben führt Berlin mit 2,34 Millionen Euro vor Hamburg mit 1,66 Millionen Euro und München mit 1,27 Millionen Euro. Auch beim Einkauf selbst zeigt sich der Trend zur Regionalisierung: 80 Prozent der Kampagnen – etwa 369 von 461 – wurden von deutschen, österreichischen oder Schweizer Agenturen für Inventar in der jeweiligen eigenen Region aktiviert.

Neben dem Wachstum in der Fläche wird Programmatic DooH laut Displayce auch zunehmend kontextbezogen ausgesteuert. Die Investitionen in kontextuelle Trigger – etwa nach Standort oder Wetterlage – stiegen um 1.290 Prozent gegenüber 2025 – absolute Euro-Beträge nennt Displayce dazu nicht.

Juni bisher stärkster Monat 2026

Deutlicher lässt sich der Sprung beim POI-Targeting beziffern: 18 Prozent der Kampagnen nutzten 2026 Point-of-Interest-Targeting – umgerechnet rund 83 der 461 Kampagnen. 2025 waren es lediglich 0,5 Prozent. Stärkster Monat war der Juni 2026 mit einem Ausgabenplus von 312 Prozent gegenüber Juni 2025 – zeitgleich mit dem Start der Fußball-WM.

Bei den Einkaufsmodellen zeigt sich ein Nebeneinander: 34,5 Prozent der Kampagnen setzten ausschließlich auf Always-On Deals, 26,1 Prozent ausschließlich auf Private Non-Guaranteed Deals und 20,1 Prozent ausschließlich auf Programmatic Guaranteed. Die übrigen rund 89 Kampagnen kombinierten mehrere Einkaufsmodelle. Nahezu vollständig automatisiert lief der Einkauf ab: Fast alle Kampagnen – 98,9 Prozent – wurden im Self-Service-Modus aktiviert, ein Plus von 5,6 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum

Urban Panels als Umfeld am häufigsten genutzt

Bei den bespielten Umfeldern führen Urban Panels mit 29,9 Prozent vor Wartehäuschen, die einen Anteil von 21,1 Prozent haben. Gefolgt von Bahnhöfen mit 12 Prozent und U-Bahn-Flächen mit 10,1 Prozent. Einkaufszentren machen 5,4 Prozent der bespielten Umfelder aus.

Unter den Werbetreibenden sind Finanzdienstleister FMCG-Marken am aktivsten mit 25,3 beziehungsweise 23,6 Prozent. Luxus-Marken machten 12,3 Prozent aus, Retail und E-Commerce 11 Prozent. Die Automobilbranche beauftragte 7,4 Prozent aller Kampagnen bei Displayce. Die meisten Displayce-Buchungen im Betrachtungszeitraum entfielen auf die Netzwerkbetreiber Walldecaux, Ströer, Media Frankfurt, Eisbach Media und Gewista.

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