Die Konsolidierung in der Digital Signage-Branche nimmt Fahrt auf, und immer mehr Unternehmer denken über einen Unternehmensverkauf nach. Doch zwischen den Preisvorstellungen von Verkäufern und den Erwartungen potenzieller Käufer liegen häufig Welten. Im ersten Teil der neuen invidis-Serie „M&A Insights“ zeigt Florian Rotberg auf, dass sich Investoren nicht an vergangenen Erfolgen orientieren, sondern vor allem an den zukünftigen Wachstums- und Ertragsperspektiven eines Unternehmens.
Während viele Gründer den Wert ihres Unternehmens in langjährigen Kundenbeziehungen, eigener Software und ihrer Marktposition sehen, bewerten Käufer Faktoren wie wiederkehrende Umsätze, Skalierbarkeit, Management-Strukturen und internationale Wachstumsmöglichkeiten deutlich höher. Besonders kritisch wird eine starke Abhängigkeit vom Gründer betrachtet, da diese das Risiko für Investoren erhöht und sich negativ auf die Bewertung auswirken kann.
Die wichtigste Erkenntnis: Unternehmenswerte werden nicht durch die Vergangenheit bestimmt, sondern durch das Potenzial der kommenden Jahre. Wer einen Verkauf plant, sollte deshalb frühzeitig an SaaS- und Service-Modellen, moderner Software, Datenkompetenz sowie einer überzeugenden Wachstumsstrategie arbeiten. Unternehmen werden letztlich nicht für das gekauft, was sie heute sind, sondern für das, was Käufer glauben, dass sie morgen werden können.

