Der Bau der Sphere in Abu Dhabi im Wert von 6,4 Milliarden Dirham, umgerechnet 1,74 Milliarden US-Dollar, ist von der Standortvorbereitung in die aktive Bauphase übergegangen.
Barry Lewis, CEO von Alec Holdings, sagte gegenüber Gulf Business, dass Erdarbeiten und Pfahlgründung bereits laufen. Genehmigungsanträge seien zudem eingereicht und das Planungsbüro Atkins sei als Lead Designer an Bord. Auch zentrale Beschaffungspakete, darunter Baustahl und Technologiepartner, seien inzwischen abgeschlossen.
Den Bauauftrag erhielt Alec Holdings im Mai vom Department of Culture and Tourism Abu Dhabi. Die Location mit rund 150 Metern Durchmesser soll 2029 fertiggestellt werden. Sie wird damit nach der Originalversion in Las Vegas, die 2023 eröffnete, die zweite Sphere weltweit.
Wie schon das Vorbild in Las Vegas besteht auch der Bau in Abu Dhabi aus zwei getrennten Strukturen. Die innere Hülle beherbergt das Amphitheater und das immersive Display, während die äußere Exosphere aus einzeln ansteuerbaren LED-Elementen besteht.
Fast 63.000 LED-Tiles
Das Innendisplay besteht aus 933 Facetten und 62.872 einzeln kalibrierten Tiles, die zusammen ein durchgehendes 180-Grad-Bild ergeben. Schon eine kleine Abweichung bei der Montage könne laut Barry Lewis eine sichtbare Naht oder Verzerrung erzeugen.
Stahlkonstruktion und Displaypaneele werden deshalb unter kontrollierten Temperatur- und Staubbedingungen montiert. Ein Temperaturunterschied von vier bis fünf Grad kann laut Barry Lewis bereits die geforderten Toleranzen beeinträchtigen.
Obwohl die fertige Location der Sphere in Las Vegas ähneln wird, kann Alec Holdings deren Baumethoden nicht einfach übernehmen. Das Design in Abu Dhabi muss andere klimatische Bedingungen, Bauvorschriften, Stromanforderungen, Logistik und Lieferanten berücksichtigen.
Design, Beschaffung und Bau müssen bei dem Projekt parallel laufen, wobei die Installationsreihenfolge, einmal festgelegt, kaum Raum für Änderungen lässt.
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