Der britische Outdoor-Händler Cotswold Outdoor hat sein Retail-Media-Netzwerk auf die Filialen ausgeweitet. Gemeinsam mit Broadsign und dem Instore-Media-Integrator IUF installierte der Retailer 149 Displays in 23 Stores.
Zum Netzwerk gehören Displays an Kassen und Regalen, Stelen, Großformate sowie Screens im Eingangsbereich. Broadsign liefert Content-Management-System und Ad Server. Darüber steuert der Händler die Inhalte, überwacht das Netzwerk und plant Werbung ein. IUF installiert die Hardware und betreut das Netzwerk im laufenden Betrieb.
Von der Ausschreibung bis zu den ersten Werbeumsätzen vergingen laut den Unternehmen zwölf Wochen.
Online- und Filialwerbung verknüpft
Über eine Schnittstelle zwischen Broadsign und der Retail-Media-Plattform Zitcha hängen die Filialscreens an den bestehenden Retail-Media-Kanälen. Werbekunden können Kampagnen so zugleich onsite, offsite und in den Filialen buchen. Onsite meint Werbung auf Website und App des Händlers, offsite Werbeplätze außerhalb der eigenen Kanäle. Die Filiale läuft damit nicht mehr als separater Mediakanal.

Kampagnen laufen bereits unter anderem für Hoka, Asics und Nike. Hoka kombinierte zuletzt Onsite-Werbung mit Spots im Filialnetz. Laut Cotswold Outdoor Group stieg der Absatz pro Filiale dabei um 13 Prozent. Zu Kampagnenzeitraum, Kontrollgruppe und Messmethode machte der Händler keine Angaben.
Netz für weitere Filialen ausgelegt
Cotswold Outdoor, Broadsign und IUF haben das Netzwerk so angelegt, dass weitere Screens und Filialen hinzukommen können. Künftig soll auch programmatischer Handel möglich sein. Mary Antieul, Head of Commercial bei Cotswold Outdoor Group, will das Netzwerk auf Basis der ersten Ergebnisse ausbauen und programmatische Optionen prüfen.
Laut Broadsign löst die Anbindung an alle Kanäle ein typisches Problem von Händlern, die Retail Media in die Filiale holen.
„Retail Media entwickelt sich rasant. Gemeinsam mit IUF haben wir für Cotswold eine Instore-Media-Infrastruktur aufgebaut, die sich schnell skalieren lässt. Mit dem Netzwerk kann das Team neue Screens einfach hinzufügen, verwalten, steuern und monetarisieren und später programmatischen Handel integrieren“, sagt Frank Vallenga, Vice President Platform Sales EMEA und SEA bei Broadsign.
„Der Instore-Kanal erweist sich als Wettbewerbsvorteil, wenn Werbetreibende ihre Budgets planen. Marken sehen bereits beeindruckende Ergebnisse aus den Aktivierungen in den Filialen“, sagt Josh Bunce, CEO von IUF.

