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Leat Con 2026

Die Branche blinzelt nach Norden

Hamburg | Mit 11.400 Besuchern zog die Leat Con 2026 ein positives Fazit. Auch der Digital Signage-Bereich wird gut angenommen - und könnte mit der richtigen Strategie noch weiter wachsen.
Impression der Leat on 2026 (Foto: invidis)
Impression der Leat on 2026 (Foto: invidis)

Die Veranstalter der Leat Con in Hamburg haben Bilanz gezogen: Das Event, das vom 6. bis zum 8. Februar stattfand, zählte rund 11.400 Besucher in erstmals drei Hallen.

Das sind für die Leat Con respektable Zahlen; und auch die verkündete verstärkte Präsenz von ProAV und Digital Signage konnte invidis vor Ort bestätigen.

In den Gesprächen schälten sich drei Gründe heraus, warum die Leat Con für die ProAV-Branche attraktiv war:

  1. Nationale Messe: Schon lange gibt es den Ruf nach einer Messe speziell für den deutschen Markt. Als die ISE in Amsterdam war, war sie für viele deutsche Unternehmen schnell mit einem Tagesausflug erreichbar. Und Event-lastige Unternehmen suchen nach einem Ersatz für die Prolight & Sound
  2. Den Norden abdecken: Die nationalen Hausmessen und Eigenveranstaltungen finden oft in Süddeutschland statt, sodass Unternehmen in Hamburg ihre norddeutschen Kunden treffen können.
  3. Small is Beautiful: Die Leat Con setzt auf kleine Stände. Dadurch ist die Teilnahmeschwelle geringer, die Kosten können einigermaßen niedrig gehalten werden.

Dass bedeutet nicht, dass andere Messen wie die ISE vom Tisch sind, im Gegenteil: Fast alle größeren Unternehmen, die präsent waren, sind auch auf der ISE vertreten, wie Epson, die Comm-Tec-Familie, Viewsonic oder Purelink. Doch es gibt auch nationale Player, die für einen Auftritt auf der ISE noch nicht bereit sind, aber in Deutschland mehr Präsenz zeigen wollen, zum Beispiel Systeam.

Kleiner Rahmen mit Wert

Den Vergleich mit der ISE wird die Leat Con natürlich nicht los. „Hier schicke ich die Neuen hin, dann können sie für Barcelona üben“, sagte ein Unternehmensvertreter, halb ernst, halb im Scherz gegenüber invidis. Doch auch der kleine Rahmen hat für einige Aussteller und Besucher Wert: Weniger Technologieshow, weniger Frequenz, dafür aber Zeit für Gespräche und das Abholen von Kunden, denen Barcelona ein zu weiter Weg ist.

Hamburg: First Impressions der Leat Con 2026

Somit hat sich die Leat Con der anwesenden Digital Signage-Branche positiv präsentiert. Doch um spürbare nationale Relevanz zu erlangen, ist noch einiges zu tun: Mehr Aussteller müssen gewonnen werden, die Besucherzahl in diesem Bereich muss spürbar steigen.

Mehr große Hersteller

Und auch die großen Hersteller müssen stärker gewonnen werden. Neben Viewsonic waren Iiyama, Sharp und Panasonic präsent, Samsung war ebenfalls da, allerdings nur als Juniorpartner von anderen Ständen. Sony war ausschließlich mit seinem Kamera-Geschäft anwesend. Im LED-Bereich gab es dank der Synergie mit der Event-Branche einige Aussteller, inklusive Absen, ROE und Infiled. Erfreulich war, dass einige Integratoren ausstellten, inklusive ICT by Econocom und die Pik AG.

Digital Signage: Faces of Leat Con 2026

Des Weiteren wird die Balance zwischen Klein und Groß entscheidend sein. Die Veranstalter werden die besprochenen Stärken in ein eigenes Konzept überführen müssen. Digital Signage muss auf der Leat Con wachsen, darf aber nicht zu einer Mini-ISE mutieren. Die ISE hat mittlerweile so viel Branchenpräsenz erreicht, dass ein direkter Vergleich für die Leat Con nicht gut ausgehen kann. Doch wenn es gelingt, etwas Neues auf Beine zu stellen, könnte Hamburgim November ein wichtiger Eintrag im Digital Signage-Jahreskalender werden.