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Virtual Production

Brompton steuert Riesen-LED-Volume in Tokio

Das Produktionsstudio Crescent dreht in Tokio vor einer 41,5 Meter breiten LED-Wand und unter einer verstellbaren LED-Decke. Im Hintergrund rechnet Technik von Brompton.
Im Digi-Cast Haneda Studio umgeben LED-Wände und eine höhenverstellbare LED-Decke den Drehraum. (Foto: Brompton Technology)
Im Digi-Cast Haneda Studio umgeben LED-Wände und eine höhenverstellbare LED-Decke den Drehraum. (Foto: Brompton Technology)

Das japanische Technologie- und Produktionsunternehmen Crescent hat sein Digi-Cast Haneda Studio in Tokio mit dem LED-Processing-System Tessera von Brompton ausgestattet. Das japanische Produktionsunternehmen betreibt dort nach eigenen Angaben eines der weltweit größten LED-Volumes für Virtual Production. So heißen Drehräume, die LED-Flächen umschließen. Das Studio öffnete im Oktober 2025 und läuft seit Anfang 2026 im Vollbetrieb.

Im Zentrum steht eine LED-Wand mit 41,5 Metern Breite und 10 Metern Höhe. Hinzu kommen zwei verschiebbare Seitenwände mit je 6 mal 6 Metern und eine LED-Decke mit 23,5 mal 15 Metern. Die Decke besteht aus neun Segmenten, deren Höhe sich einzeln verstellen lässt. So können Produktionsteams den Raum an unterschiedliche Drehs anpassen.

LED-Processing für große Flächen

Die Hauptwand besteht aus neu entwickelten LED-Modulen von Auo mit 1,95 Millimetern Pixelpitch und 2.000 Nits Helligkeit. Die Seitenwände nutzen Auo-Module mit 3,9 Millimetern Pixelpitch, die Decke Module mit 5,2 Millimetern. 27 Prozessoren vom Typ Tessera SX40 4K und 57 Datenverteiler vom Typ Tessera XD 10G steuern die Installation an.

Crescent wählte Brompton nach eigenen Angaben wegen der flexiblen Steuerung. Zudem stellt das System Farben über alle LED-Flächen einheitlich dar. “Bei der Planung des Digi-Cast Haneda Studios brauchten wir eine LED-Processing-Plattform, die sich bewährt hat und sich flexibel an unsere Arbeitsweise anpasst”, sagt Kota Kikuya, Technischer Direktor bei Crescent.

Als wichtige Funktionen nennt Kota Kikuya die API-basierte Steuerung, die Anbindung an LiveGrade und 3D-Lookup-Tables. Damit lässt sich das System an verschiedene Produktions-Workflows anpassen.

Produktionstechniken unter einem Dach

Das LED-Volume gehört zu Crescents Konzept Link-All, das mehrere Produktionstechniken an einem Standort bündelt. Neben Virtual Production können Teams dort Motion Capture, volumetrisches Video und Photogrammetrie kombinieren.

Der Komplex umfasst ein LED-Stage-Gebäude und ein Produktionsgebäude. Teams planen dort Szenen per Previsualisierung und technischer Visualisierung, erstellen digitale Assets und drehen. Crescent hat das Studio für TV-Dramen, Streaming-Produktionen und andere aufwendige digitale Projekte ausgelegt.