Das Montrealer Multimedia-Studio Gentilhomme hat für das Royal Ontario Museum in Toronto einen digitalen Bienenstock gebaut. Er ergänzte die Ausstellung „Bees: A Story of Survival“, die vom 16. Mai bis 18. Oktober lief. Laut Museum zeichnete sie 120 Millionen Jahre Bienengeschichte nach und behandelte das Thema auch im Verhältnis von Mensch und Natur.
Die Desjardins Financial Group, einer der größten Finanzdienstleister Kanadas, unterstützte die Ausstellung. Gemeinsam mit dem Museum beauftragte sie Gentilhomme mit einer begehbaren Kabine außerhalb des Gebäudes.

Innerhalb der Kabine bildeten Displays und raumhohe Projektionen per Projection Mapping den Bienenstock nach. Sobald Besucher eintraten, erfassten Kameras in der wabenförmigen Installation ihre Silhouetten. Die digitalen Inhalte veränderten sich daraufhin in Echtzeit.
Digitale Partikel reagieren in Echtzeit
Die Displays zeigten digitale Partikel, die auf die Besucher reagierten. Stand jemand davor, teilte sich das projizierte Motiv und strömte um die Umrisse der Person. Aus Sicht der Besucher wurden ihre Silhouetten zu leuchtenden Waben, um die Bienen choreografiert schwärmten.

Laut Gentilhomme sollte die Installation Museumsbesucher spielerisch überraschen und sich zum Teilen eignen. Die Ausstellung drehte sich um Zusammenarbeit und gemeinsame Stärke.
„Wir haben einen Bienenstock in menschlichem Maßstab entworfen, dessen Zellen die Besucher in einem Raum umhüllen, der zugleich institutionell und organisch wirkt. Jeder, der eintritt, gestaltet ihn mit“, sagt das Studio.

