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OWM-Trendbarometer

DooH gewinnt an Relevanz

Das OWM-Trendbarometer blickt auf 2027. Mehr Mitglieder rechnen mit steigenden Umsätzen als mit steigenden Erträgen, die Werbeetats driften auseinander.
DooH-LED am Frankfurter Flughafen (Foto: invidis)
DooH-LED am Frankfurter Flughafen (Foto: invidis)

Die Mitglieder der Organisation Werbungtreibende im Markenverband, kurz OWM, sehen DooH für 2027 im Aufwind. Das zeigt das OWM Trendbarometer, die jährliche Umfrage des Verbands unter seinen Mitgliedern.

Als stärkste Wachstumstreiber nennen die Befragten Creator-Werbung, dann Connected TV und Social Media. Neben DooH legt auch Search zu. Retail Media und Podcasts bleiben im Ranking stabil, Online-Video fällt leicht zurück. Lineares TV und Print verlieren weiter.

Wirtschaftliche Erwartungen haben sich gebessert

43 Prozent der befragten Unternehmen rechnen 2027 mit steigenden Umsätzen. Mit steigenden Erträgen rechnen 34 Prozent. Die Gesamtwirtschaft bewerten die Mitglieder etwas besser als vor einem Jahr. „Die verbesserten gesamtwirtschaftlichen Erwartungen sind ein positives Signal“, sagt Susanne Kunz, Geschäftsführerin der OWM.

Mit gleichbleibenden Werbebudgets rechnen 2027 weniger Unternehmen als im Vorjahr. Zugleich erwarten mehr Befragte höhere und mehr Befragte niedrigere Budgets. Die Pläne laufen damit laut OWM auseinander.

Als größte Herausforderung nennen die Mitglieder den Nachweis von Werbewirkung über alle Kanäle hinweg. Dahinter folgt Cross Media Measurement, also das kanalübergreifende Messen von Reichweiten. Instore-DooH zählte im September in einer OWM-Umfrage zu den Formaten, für die Mitglieder einheitliche Messstandards besonders wichtig finden.

Auch Werbeverbote werden thematisiert

Stärker beschäftigen die Unternehmen zudem AI beim Planen und Buchen, Transparenz im Mediageschäft, Datenschutz sowie Werbeverbote. Die jüngste Entwicklung hierzu kommt aus Skandinavien, wo Helsinki die Werbung für fossile Brennstoffe verbieten will.

Von Vermarktern und Plattformen erwarten Werbetreibende vor allem sichere Umfelder, Schutz vor Werbebetrug und neutrale Wirkungsnachweise.

Das OWM-Trendbarometer ist nicht die einzige Studie, die ein DooH-Wachstum voraussagt. Der Trendmonitor des Bundesverbands Digitale Wirtschaft rechnet mit einem Plus von 11 Prozent.