Case Study

So funktioniert Clear Channel Norges DooH Netz in der Metro

- In Norwegen hält Außenwerber Clear Channel diverse Werberechte an U-Bahnstationen, Airports sowie auf Fähren. Nachdem das DooH Netz an den Metrostationen verschiedene Ausfälle verkraften musste, hat man dort eine neue Lösung gefunden. Von der ist man so überzeugt, dass sie künftig in allen drei DooH Bereichen eingesetzt wird. von Thomas Kletschke

DooH Screens von Clear Channel an einem U-Bahnhof in Oslo (Foto: Matrox)

DooH Screens von Clear Channel an einem U-Bahnhof in Oslo (Foto: Clear Channel Norway)

Manchmal muss man erst durchs Jammertal aus „Klappt nicht“ und „Das System ist schon wieder im Herrn“, um dann schlussendlich doch noch den besten Weg zum Erklimmen des Gipfels zu finden.

So ähnlich lief es bei Clear Channel Norge – übrigens sprechen sie offen über behobene Probleme, was von Souveränität zeugt.

Das Metrosystem von Oslo besteht aus 6 Linien und 100 Bahnhöfen. Jährlich nutzen mehr als 80 Millionen Fahrgäste die U-Bahn. Außenwerber Clear Channel Norway stieß bei der Bereitstellung der Digital-out-of-Home Services auf drei dieser Bahnhöfe allerdings auf ziemliche Probleme. Denn der Platz auf den 176 DooH Screens blieb immer wieder und allzu oft leer.

Schuld daran waren das ursprüngliche Konzept sowie spezifische Besonderheiten vor Ort: Ursprünglich wurden die 65″ Screens mit Wiedergabe-PCs verbunden, die vor Ort in Maschinenräumen untergebracht waren. Die Signale wurden über HDMI Extender übertragen. Bei Notfall-Stromabschaltungen, die aufgrund regelmäßiger Systemtests des Metrobetreibers vorkommen, blieben die Displays in dieser Konfiguration schwarz – auch nach dem Wiederherstellen der Verbindung. Folge: dem Unternehmen entgingen Werbeeinnahmen.

Kampagne für Pepsi auf Screens in einer norwegischen U-Bahnstation (Foto: Clear Channel Norway)

Kampagne für Pepsi auf Screens in einer norwegischen U-Bahnstation (Foto: Clear Channel Norway)

Clear Channel Norwegen hat deshalb nun Matrox Maevex H.264 Encoder und Decoder installiert, um die DooH Werbeinhalte auf den Large Format Screens bereitzustellen. Die Maevexe ermöglichen eine Video und Audio Remote-Erweiterung bei benutzerdefinierten Bitraten zwischen 100 kBit/s und 25 MBit/s und damit mehrere Streams für 100MBit und 1000 MBit Standardnetzwerke. Infolge der Anpassung werden die Displays und Matrox‘ AV over IP Geräte nun mit der Software Matrox Maevex PowerStream ferngesteuert.

Mit der Software Matrox PowerStream kann Clear Channel die einzelnen Encoder und Decoder überwachen und verwalten. Die Inhalte werden mit der Digital Signage Software Mermaid erstellt und in der Betriebszentrale auf Wiedergabe-PCs gespeichert. Die Maevex AV over IP Plattform erfasst, encodiert und streamt das Signal für die Decodierung und Wiedergabe auf jeden Screen – unabhängig davon, wie weit entfernt Display und Bahnhof sind.

„Uns ist klar, dass die von Matrox entwickelten Lösungen nicht mit Heimbüro- oder Verbraucherprodukten verglichen werden können, da sie anspruchsvollste Branchenstandards erfüllen. Die Matrox-Produkte sind auf Langlebigkeit ausgelegt“, so Jonas Michael, Leiter von Digital Development and Operations bei Clear Channel Norwegen.

Softdrink Werbung auf DooH Screen (Foto: Clear Channel Norway)

Softdrink Werbung auf DooH Screen (Foto: Clear Channel Norway)

Clear Channel war mit der Lösung für die Osloer Metro so zufrieden, dass deren Erweiterung für weitere sieben U-Bahnhöfe in Planung ist. Zudem hat Clear Channel die Maevex Hardware sowie die Software PowerStream in einer ähnlichen Anordnung bereits auf drei Osloer Fährschiffen eingerichtet. Das Unternehmen ist außerdem dabei, auf sechs norwegischen Airports gleichermaßen vorzugehen.

An den Airports freut man sich offenbar über die Ankündigung – schließlich setzt besonders die Airportwerbung auf technologisch und optisch ansprechende Set ups. Wie hier sowie an dieser Stelle berichtet, setzt Clear Channel Norge am Airport und in der Metro aktuell neben LCD Screens einen Schwerpunkt mit großformatigem LED Indoor Signage, in dem Falle auf LED Screens von Absen.

„Die IT-Belegschaft der Flughäfen hat bereits verlauten lassen: ‚Ja, darauf haben wir lange schon gewartet'“, berichtet Jonas Michael. „Bei Digital Signage gehört es immer zum Standard, dass der Computer direkt hinter dem Bildschirm angebracht ist. Maevex ist in der Tat revolutionär, denn wir können den Computer nun andernorts in der sicheren Umgebung unserer Betriebszentrale aufstellen. Es handelt sich also um eine fantastische Lösung, die wir auch in Zukunft weiterhin verwenden möchten.“

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