DooH Content

Feuer und Flamme auf 700 m² LED Medienfassade

- Am Sonntag entschied sich Hamburg mit knapper Mehrheit gegen eine Olympiabewerbung für das Jahr 2024. Die unterlegene Initiative für eine Olympiabewerbung Hamburgs nutzte zur Mobilisierung auch die neue Medienfassade aus LED RGB Modulen, LED Mediamesh und transparenten Screens am Klubhaus St. Pauli für ihr Anliegen. von Thomas Kletschke

Interaktive DooH Aktion für Hamburg 2024 auf der LED Fassade an der Reeperbahn (Foto: Olympia-Initiative-Hamburg Feuer und Flamme für Hamburg GmbH)

Interaktive DooH Aktion für Hamburg 2024 auf der LED Fassade an der Reeperbahn (Foto: Olympia-Initiative-Hamburg / Feuer und Flamme für Hamburg GmbH)

Am vergangenen Wochenende stimmten die Hamburger über eine Olympiabewerbung der Freien und Hansestadt Hamburg ab. Ergebnis: Hamburg wird sich nicht weiter für Olympia 2024 bewerben, 51,6% der Abstimmenden waren gegen die Initiative. Letztere hatte mit einer großen Medienkampagne versucht, die Bürgerinnen und Bürger für eine Bewerbung zu gewinnen.

Wie berichtet, engagierten sich dabei diverse Hamburger Medienunternehmen bei Hamburg 2024 und unterstützten eine Olympiabewerbung Hamburgs. Kreativer Claim der Aktion: „Feuer und Flamme“ – bewusst oder unbewusst angelehnt an einen ehemaligen Schlachtruf der Autonomen.

Aus dem Bereich der Digital Signage und Digital-out-of-Home Branche Unternehmen waren Firmen wie Nordland und MuSe Content dabei, die bei verschiedenen Gelegenheiten für die Initiative warben.

Auch auf den Dächern von Hamburger Taxen warb die Initiative, denn die auf Taxiwerbung spezialisierte TAXi-AD engagierte sich beim Thema ebenfalls.

Größe allein ist nicht alles – aber schon mal nicht schlecht. Erst recht, wenn es Bewegtbild Content ist. Und erst recht, wenn man eine neue und sehr großflächige LED Medienfassade nutzen kann, die gerade mal gute zwei Monate jung ist.

Denn zuletzt warb die Initiative auch auf der Fassade des neuen Klubhaus St. Pauli Klubhaus am Spielbudenplatz der Reeperbahn. Das Klubhaus wurde nach Plänen von akyol kamps: bbp architekten errichtet, und zeigt, wie man Architektur, Licht und Medien von Anfang an integrieren kann.

Eröffnung Klubhaus St.Pauli (Foto: Foto Oliver Fantitsch)

Eröffnung Klubhaus St.Pauli (Foto: Foto Oliver Fantitsch)

Schon in der Entwurfsphase arbeiteten das Architekturbüro eng mit dem Bremer Kreativunternehmen URBANSCREEN zusammen. Die Spezialisten für Projection Mapping, die auch international mit urbanen Medienkunst-Inszenierungen ein Begriff sind, zeichneten für Entwurf und die künstlerische Leitung der Medienfassade verantwortlich.

Errichtet wurde die insgesamt 700 m² große Medienfassade in Zusammenarbeit mit der Multivision LED-Systeme GmbH, der ONLYGLASS GmbH, der Bartenbach LichtLabor GmbH und den Medientechnikern von Intermediate Engineering.

Die Medienfassade besteht aus drei verschiedenen Modulen: ein 177 m² großes hochauflösendes LED Mediamesh, 265 m² an RGB LED Flächen sowie 50 m² transparente Glas-Displays im außenliegenden Fahrstuhlbereich des Gebäudes.

Seit Eröffnung des Klubhauses bis Ende November wurde die Fassade auch von Hamburg 2024 genutzt und mit DooH Inhalten bespielt. Dazu gehörte auch eine interaktive Komponente: Mittels einer App konnten Hamburger ihre Unterstützung der Initiative auf der großen LED Fassade zeigen und auch fotografisch dokumentieren lassen.

Einweihung der LED Fassade bei der Eröffnung (Foto: Oliver Fantitsch)

Einweihung der LED Fassade bei der Eröffnung (Foto: Oliver Fantitsch)

Über diese Kampagne hinaus, steht die LED Medienfassade des Klubhaus St. Pauli natürlich auch für Werbungtreibende zur Verfügung, buchen kann man über Posterscope. Details finden sich hier.

Für die Bespielung der LED Medienfassade hat man sich mit der Stadt auf einen Nutzungs-Mix geeinigt: ⅓ DooH Werbung, ⅓ Eigenwerbung der im Haus befindlichen Kunst- und Kulturbetriebe sowie ⅓ Medienkunst. Die für diese kreative Nutzung genutzten Core Visuals stammen von URBANSCREENS.

Die in der Feuer und Flamme für Hamburg GmbH organisierten Befürworter Olympia-Initiative Hamburg hätten bei einem anderen Ausgang die Flamme weiter am Köcheln halten können. Laut Website gehörten weitere Branchenfirmen wie Ströer, JCDecaux, Jost von Brandis und WerbeWeischer zum Kreis der Unterstützer und Medien- sowie Agenturparter.

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