Minicom überträgt Inhalte jetzt bis zu 600 Meter

- Bei der Planung eines Digital-Signage-Netzwerkes kommt man unweigerlich zu dem Punkt, an dem man sich über die Technik, speziell die Infrastruktur, Gedanken machen muss. Dabei müssen einige Punkte berücksichtigt werden, die das Layout des späteren Netzwerkes entscheidend bestimmen. von Oliver Schwede

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, Bildschirm oder andere Wiedergabegeräte mit Inhalten zu versorgen: entweder über einen Mediaplayer, der sich in unmittelbarer Nähe oder sogar direkt am Bildschirm befindet. Oder aber über einen Mediaplayer, der weiter entfernt, beispielsweise in Serverräumen, untergebracht wird. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

Eine zentrale Unterbringung der Player erleichtert in der Regel die Wartung der Geräte. Die Übertragung der AV-Signale sowie der bidirektionalen RS-232-Signale muss dann allerdings über geeignete Übertragungswege erfolgen. Das erhöht die Kosten für die gesamte Infrastruktur zu Beginn des Projektes. Dies ist wohl einer der Hauptgründe, dass man bei aktuellen Installationen mehr oder weniger geschickt versteckte Rechner entdecken kann. Oftmals balanciert die IT festgezurrt in Deckenkonstruktionen oder auf Stahlträgern – eine Wartung der Geräte während der Öffnungszeiten ist meist nicht möglich.

Werden hingegen Stelen verwendet, so lassen sich die Mediaplayer in dem Gehäuse optisch einwandfrei unterbringen. Eine andere Alternative sind Mediaplayer, die so klein sind, dass sie direkt an der Gehäuserückseite der Screens montiert werden können oder aber als embedded PC direkt im Display integriert sind. Bei den Geräten kann es allerdings sein, dass ihre Leistung auf Grund der kleinen, kompakten Bauform nicht für alle gewünschten Anwendungsfälle ausreicht.

Wer sich für die zentrale Lagerung der einzelnen Player entscheidet, muss sich also überlegen, wie er seine Inhalte zu den einzelnen Bildschirmen transportiert. Hier gibt es mehrere Anbieter von AV-CATx-Extendern auf dem Markt.

Die AV-Signale werden bei diesen Lösungen von einem zentralen Sender an die kleinen Empfangseinheiten an den Bildschirm gesendet. Als Übertragungskanal kommen günstige CAT-Kabel zum Einsatz. Bisher war die maximale Übertragungslänge über CATx-Kabel zwischen einer Sende- und Empfangseinheit auf 300 Meter begrenzt. Das israelische Unternehmen Minicom zeigt auf der Digital Signage Expo in Essen das DS-Vision-3000-System Es soll nun Distanzen bis zu 600 Metern überbrücken. Videos kann es – inklusive Audio in Stereoqualität – in 1080p übermitteln. Das System soll laut Hersteller volle bidirektionale RS-232-Unterstützung bieten.

Auf der Messe stellt Minicom außerdem die Dual Cascade Receiver Unit (DCL) für das DS-Vision-System vor; damit die die Reihenschaltung von Displays möglich. Bis zu zehn Geräte sollen so hintereinander betrieben werden können. Im Unterschied zur bisherigen sternförmigen Verteilung verringert sich dadurch die Menge an Kabel, die benötigt wird. Die DCL hat außerdem die doppelte Leistung eines gewöhnlichen Videoreceivers – so lassen sich zwei Displays Rücken an Rücken an einem Receiver anschließen. Beide Displays sollen trotzdem noch unabhängig voneinander ansteuerbar sein. (osch)

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