Schlanker, schöner und in 3D

- Lohnt ein Besuch der IFA, wenn man sich für professional Displays interessiert? Nein, muss die Antwort lauten. Es sei denn man hat feste Termine mit Account- und Produktmanagern der Display-Anbieter vereinbart. Denn in den Ausstellungshallen sieht man kaum großformatigen Displays. von Oliver Schwede

Fotogalerie: IFA 2009

Im Vergleich zum letzten Jahr sind Public Displays noch seltener geworden. Sehr überraschend hat LG in diesem Jahr gänzlich auf einen Bereich für ihre Signage Produkte verzichtet. Einzig Samsung und der türkische Produzent Vestel haben einige Geräte ausgestellt. Während Vestel eine reine Produktschau exerziert, präsentiert sich Samsung als Lösungsanbieter und zeigt auch Geräte mit Audience-Tracking (von Trumedia) und Videowall-Lösungen.

Den Takt der Innovation geben ganz klar die CE-Geräte an. Und mit ein bisschen Fantasie kann man einige der auf der IFA gezeigt Trends auch auf die Profi-Displays übertragen. Schön zu sehen – und fast unheimlich – ist der vor Jahren zelebrierte Green-IT Ansatz. Im Zuge dessen werden im CE-Bereich massiv die energieeffizienteren LED-Geräte angepriesen. Fast könnte man ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn man ein LC-Display mit CCFL kauft. Als netter Nebeneffekt werden die LC-Displays mit LED immer schlanker. Was sich im Wohnzimmer besonders gut macht, könnte auch im Projektgeschäft gut ankommen. Denn schlank ist einfach schön.

Fotogalerie IFA 2009 - Sony Ziris

Fotogalerie: IFA 2009 - Sony Ziris

Eine weitere Entwicklung ist die Verzahnung von Internet und Displays. Widgets oder Apps auf dem Fernseher so weit man Blicken kann. Da überkommt einem das Gefühl, dass mit entsprechenden Applikationen der Brückenschlag zum Digital Signage nicht mehr weit entfernt ist. Sollte dies der Fall sein, so braucht sich die Branche nicht mehr über die Digital Signage Software der Display-Hersteller aufregen. Je mehr Intelligenz in die Displays gepackt wird, desto weniger Bedarf besteht für Digital Signage Software – zumindest für Standardanwendungen.

Und dann wäre da noch das Thema 3D. Die „neue“ Dimension des Seherlebnisses kann überall bestaunt werden. Die beste Gelegenheit also selbst einmal auszuprobieren wie die Anbieter sich das Fernsehen der Zukunft vorstellen. Auch wenn viele der Meinung sind, dass 3D im Digital Signage eine gewichtige Rolle spielen wird, so sehe ich die Entwicklung eher skeptisch. Eine gute Bildqualität ist nur mit Shutterbrillen o.ä. zu erreichen. Bei Systemen die ohne spezielle Brillen funktionieren, mangelt es noch an der Bildqualität und es gibt nur wenige Betrachtungspunkte, bei denen sich der optimale 3D-Effekt einstellt. Im Digital Signage wird die Welt erst einmal 2-Dimensional bleiben.

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(eca)

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