Studie

Händler setzen bei Kassen auf Touchscreen und Mobiles

- Zum vierten Mal veröffentlicht das EHI Retail Institute seine Studie „Kassensysteme 2012“. Darin geben 61 Unternehmen aus deutschsprachigen Ländern an, welche Technologien am Point of Sale sie künftig bevorzugen wollen. Ohne Touchscreen geht bald nichts mehr – über ein Drittel der Befragten plant aktuell, neue Systeme einzuführen. von Thomas Kletschke

Butter bei die Fische: Die Kasse der Zukunft kommt nicht ohne Touchscreen aus (Foto: Metro AG)

Butter bei die Fische: Die Kasse der Zukunft kommt nicht ohne Touchscreen aus (Foto: Metro AG)

Die befragten 61 Händler stehen für weltweit 84.500 Filialen und setzten im Jahr 2011 rund 209 Milliarden Euro um. Hierzulande haben diese Handelsunternehmen in rund 51.000 Filialen einen Umsatz von rund 85 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die befragten POS-Verantwortlichen sind für insgesamt 130.000 Kassensysteme zuständig.

Das errechnete durchschnittliche Alter der Kassenhardware hat sich im Vergleich zum letzten Unteruschungszeitraum 2010 geringfügig erhöht und liegt nun bei etwa 5,4 Jahren.  Die durchschnittliche Laufzeit einer Kassensoftware beträgt sieben Jahre. Wichtig für Dienstleister ist der Investitionsbedarf der Branche: Wie bereits in den vergangenen Jahren steht über ein Drittel der Unternehmen vor der Ablösung des bisherigen Systems.

EHI hat drei Trends entdeckt, die für die Retailer besonders wichtig sind. Neben Green IT und der Anbindung und Weiterentwicklung mobiler Services fällt der einheitliche Wunsch nach Touchscreen-Lösungen auf.

Ob Lebensmittel-Händler oder Non Food: Die Bedeutung des Touchscreens als Eingabemedium steigt über Branchengrenzen hinweg weiter an. Auch bisher skeptische Branchen wie der LEH sehen zunehmend Vorteile gegenüber der Tastatur. Künftig plant kein einziges Unternehmen des Panels, auf Touchscreens zu verzichten, so das EHI Retail Institute.

Die Kassen sollen weiter klingeln, aber es muss nicht immer Bargeld sein, meinen die befragten Unternehmen. Gefragt nach Optimierungspotenzialen beim Kassierprozess sehen die Entscheider vor allem in der effizienteren Abwicklung unbarer Bezahlverfahren großen Verbesserungsbedarf. Für die Zukunft wird eine weitere Erhöhung des Anteils unbarer Bezahlung angestrebt. Besonders mobile und kontaktlose Verfahren wollen sie verbessern. Außerdem wird Mobile Couponing für sie immer wichtiger.

Für 76% der Befragten spielt Umweltfreundlichkeit der Produkte inzwischen eine wichtige Rolle bei der Auswahl der Kassenhardware. Mit dem Begriff „Green IT“ verbinden die Unternehmen heute weniger das Ziel, Energiekosten zu sparen als vielmehr die Investition in nachhaltige Produkte. Auch interessant: 34 Prozent der Unternehmen, die Thermopapier für den Druck nutzen, verwenden Bisphenol A- und Bisphenol S freies-Papier. Damit haben Anbieter wie etwa Mettler Toledo mit seinen Green Labeling-Produkten die Nase vorn.

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