Um die Botschaft „Schützt bedrohte Tierarten“ zu verbreiten, tourt das weltbekannte Dokumentarmagazin National Geographic mit einer Fotoausstellung derzeit um die Welt. Die gezeigten Aufnahmen in der „Endangered Animal Photography Exhibition“ stammen vom amerikanischen Fotografen und Autoren Joel Sartore, einem langjährigen Partner des Magazins. Er leitet auch das National Geographic Photo Ark Projekt, ein 25-jähriges Projekt zur Dokumentation der etwa 12.000 Tierarten, die in den Zoos und Wildschutzgebieten der Welt leben.


Derzeit findet die Ausstellung bis zum 15. April in Istanbul, Türkei, statt und zeigt Fotos aus 10 Jahren Arbeit des Fotografen. Samsung Electronics unterstützt die Ausstellung von National Geographic mit seiner Technologie. Besucher können verschiedene gefährdete Tiere auf den Lifestyle-Displays von Samsung The Frame und The Serif ansehen. Die Design-TV eignen sich natürlich zum fernsehen, wurden aber auch für die Darstellung von Fotos und Kunstweren im Innenbereich optimiert.
Reine Digitale Kunstdisplays sind dagegen immer noch eher ein Nischenprodukt, auf das sich aber einige Anbieter mit hohen Ansprüchen spezialisieren. So will Canvas II ein „riesiger digitaler Bilderrahmen mit allen namhaften Kunstwerken aus den großen Museen und Galerien der Welt“ sein. Das Gerät trägt den Beinamen „Meural“, der sich auf die ursprüngliche Entwicklerfirma Meural bezieht, bevor diese Ende 2019 vom amerikanischen Netzwerkspezialisten Netgear übernommen wurde.
Nahmhafte Kunstwerke digital
Canvas II gibt es in zwei Größen mit 21,5″ und 27″ sowie in verschiedenen Farben. Interne Sensorik erkennt, ob der Rahmen horizontal oder vertikal hängt und passt die Inhalte an bzw. zeigt nur entsprechende Inhalte. Aufgrund der Displaytechnik im Inneren ist der Rahmen mit 7 oder 9 Kilo je nach Größe recht schwer. Die Inhalte lassen sich buchen, zwei Listen mit 17 und 22 Kunstwerken sind kostenlos auszuwählen.
Weitere Gemälde aus der rund 30.000 Kunstwerke umfassenden Bibliothek kosten allerdings, entweder pro Stück oder im Jahresabonnement. Jenseits der klassischen Werke stehen hier Kanäle wie beispielsweise Fotoaufnahmen von National Geographic zur Verfügung. Über verschiedene Filter lassen sich auch nur Stillleben oder Bilder eines bestimmten Künstlers anzeigen.
Sensorik für realistische Darstellung
Auch das digitale Kunstdisplay Canvia wurde dafür entwickelt, eine digitalisierte Version berühmter Kunstwerke auf einer digitalen Leinwand zum Leben zu erwecken – und das möglichst realistisch. Mit Hilfe der ArtSense-Technologie wird das Verhalten eines physischen Gemäldes oder Drucks simuliert, wobei eingebaute Sensoren die visuellen Umgebungsbedingungen erfassen. Die von den Sensoren gesammelten Daten werden zur aktiven Anpassung des angezeigten Bildes verwendet, so dass der Bildschirm lichtreflektierend erscheint – wie bei physischer Kunst auf echter Leinwand.
Das Kunstdisplay wurde von Palacio mit Hilfe von Crowdfunding auf Kickstarter erstellt und ist ebenfalls mit einer Online-Bibliothek mit Kunstwerken aus verschiedenen Genres, Epochen, Kulturen und Medien verbunden. Über die gezeigte Kunst können auch Bildunterschriften gelegt werden, so dass die Benutzer mehr über die Details der auf dem Bildschirm angezeigten Werke erfahren können.
Das Kabel bleibt
Man sieht also, schön oder gar realistisch darstellen können aktuelle digitale Bilderrahmen durchaus, zumindest wenn die Anzeige entspiegelt ist und Helligkeit und Betrachtungswinkel stimmen. Hier kämpfen einige Hersteller noch, ebenso wie mit der Optik und vor allem Haptik der Rahmen selbst.
Im Gegensatz zu den hochqualitativen Samsung-TV, die als digitaler Bilderrahmen eigentlich etwas zweckentfremdet wurden, haben explizite Lösungen gerne mal mit der Verarbeitung zu kämpfen, wenn der Preis noch stimmen soll. Wackelige Knöpfe, schlechte Gestensteuerung oder billig wirkendes Material können die Folge sein.
Auch die Integration der Rahmen stößt bei der Frage „Wohin mit dem Kabel?“ manchmal an ihre Grenzen. Es gibt allerdings rosige Aussichten: Museen, Kunst- oder Fotoausstellungen, wie die von National Geographic, lernen die langsam ausgereifte Technik zu schätzen und auch Integratoren finden interessante Wege, digitale Bilderrahmen in die Experience einzubinden.