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Corona-Virus

McDonalds wird zum Supermarkt

Ein Big Mac, 20 Eier und fünf Liter Milch – wer bei McDonalds in Australien in diesen Tagen bestellt kann neben den bekannten Burger-Spezialitäten auch Grundnahrungsmittel bekommen. Natürlich kontaktlos – sowohl in den Drive-Thru der 980 Restaurants australienweit, als auch per Uber Eats Lieferservice direkt an die Haustür.
Bei McDonalds in Australien gibt es meht als Burger (Foto: McD Australia)
Bei McDonalds in Australien gibt es meht als Burger (Foto: McD Australia)

Auch Down Under in Australien prägt die Corona-Krise das Alltagsleben der Einwohner des fünften Kontinents. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, so auch McDonalds Restaurants. Doch Drive Thru und Lieferservices ermöglichen McDonalds weiterhin die Gäste mit Burger & Co zu versorgen. Seit dieser Woche befindet sich auf den digitalen Menüboards der Restaurants aber auch ungewöhnliche Produkte des täglichen Bedarfs: Milch, Eier, Semmeln und einiges mehr – wird McDonalds in Australien nun zum Supermarkt?

Die australische McDonalds Tochter – die in Australien umgangssprachlich Macca’s genannt wird – gilt als besonders innovativ. Hier wurde vor 25 Jahren auch das McCafe Konzept geboren, das seitdem weltweit seinen Siegeszug angetreten hat und McDonalds neue Zielgruppen öffnete.

Die Antwort ist leider weniger spektakulär als es erscheint – denn die Lager des Burgerbraters sind aufgrund der Restaurantschließungen übervoll. Langfristige Abnahmeverpflichtungen sind laut australischer Medienberichte der Grund, warum McDonalds nun die eigenen Zutaten in großen Mengen und Gebinden an Gäste weiterverkauft. Ungewöhnliche Zeiten bedürfen ungewöhnlicher Aktionen.

Den Australiern scheint es zu gefallen, insbesondere der Lieferservice, der nun nicht nur den Magen sondern auch den Kühlschrank füllt. Und die tausende von Digital Signage-Displays in und außerhalb der Restaurants ermöglichen es McDonalds, schnell das Angebote anzupassen.