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London

Rolls-Royce Mayfair - Weit mehr als ein Autohaus

Im Herzen von London eröffnete der britische Luxusautohersteller Rolls-Royce seinen neuen Flagship-Store. Die BMW-Tochter setzt mit dem Markenrelaunch auf eine jüngere Zielgruppe, da dürfen Projektion, LED-Wände und viel Experience nicht fehlen.
Neuer Rolls-Royce Showroom in London (Foto: Rolls-Royce)
Neuer Rolls-Royce Showroom in London (Foto: Rolls-Royce)

Der Umzug und die Eröffnung des neuen Showrooms in der Berkeley Street in Londoner Stadtteil Mayfair bot die Möglichkeit, ein völlig neues Kundenerlebnis zu schaffen. Rolls-Royce wandelt sich von einem Luxusautomobilhersteller zu einer globalen Luxusmarke.

(Der Showroom-Visit beginnt bei 3m:55s – aber wer Zielgruppen und Luxusinfluencer besser verstehen möchte, sollte das Video von Start an anschauen)

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Das neue, verbesserte Kundenerlebnis beginnt buchstäblich an der Eingangstür, die dem berühmten Pantheon-Kühlergrill von Rolls-Royce nachempfunden ist und einen diskreten, verlockenden Einblick in das Innere gewährt. Der Eingang wird gekrönt von einer erleuchteten Spirit of Ecstasy, der ikonischen Figur, die jedes Rolls-Royce Auto ziert. Nach Feierabend erzeugen Videoprojektionen in den Fenstern rechts von der Tür die Illusion von anhaltendem Leben und Aktivität im Inneren.

Das Innenraumkonzept ist einem luxuriösen Galleria-Einkaufserlebnis nachempfunden. Jedem Rolls-Royce Modell ist ein eigener Raum gewidmet, der entsprechend seiner unverwechselbaren Persönlichkeit und Identität eingerahmt und präsentiert wird. Ein kinetisches Lichtkonzept beleuchtet den Bereich, in dem die Kunden ihre Fahrzeuge in Empfang nehmen, wobei je nach Modell unterschiedliche Sequenzen und Ausrichtungen verwendet werden, um eine immersive Atmosphäre zu schaffen.

Der Lounge-Bereich verfügt über ein „Kuriositätenkabinett“, in dem faszinierende Objekte und Stücke ausgestellt sind, die als Teil des Auftragsprozesses Ideen und Gespräche anregen sollen. Diskussionen können auch in der Speakeasy-Bar im hinteren Teil des Stores geführt werden. Wie ihr Namensvetter aus der Zeit der Prohibition ist dies ein entspannter, komfortabler und abgeschiedener Raum, in dem sich Kunden treffen und austauschen können. Noch privater ist das Büro des Brand Directors, das einen hochmodernen Konfigurator für die endgültige Festlegung der Spezifikationen enthält.

Das wahre Herzstück des Ladens ist das Atelier, in dem Muster von Oberflächen, Holzfurnieren, Leder, Stickgarnen und zahlreichen Lammwollmustern und Stoffen ausgestellt sind. Zu sehen sind auch Cabrioverdeckstoffe und Dachhimmel sowie Radoptionen. Die Oberflächenmuster werden in der bekannten Rolls-Royce Speedform präsentiert, die es leicht macht, sich zweifarbige Farbkombinationen vorzustellen; die Leder sind auf Stäben mit Griffen der ikonischen Rolls-Royce Regenschirme aufgerollt, während die Furniere wie der Querschnitt einer Tragfläche geformt sind, was an die Verdienste von Charles Rolls in der Luftfahrt erinnern soll. Der Präsentationstisch aus geschnitztem Holz ist der Profillinie des Wraith nachempfunden, wobei die Maserung die Aufmerksamkeit auf den Bildschirm des Konfigurators lenkt.

In einer weiteren Anspielung auf die Geschichte, wenn auch aus jüngerer Zeit, wird der Social Room innerhalb des Ateliers als Bibliothek bezeichnet. Dies ist eine Anspielung auf den Codenamen des Designstudios, in dem der erste Rolls-Royce Phantom in den frühen 2000er Jahren entstand, als Rolls-Royce Motor Cars in den Besitz der BMW Group überging.

Nach dem neu entwickelten visuelle Konzept wurde auch der Rolls-Royce Showroom in Shanghai, gestaltet.  China ist einer der wichtigsten Märkte für Rolls-Royce.

invidis Kommentar

Früher fokussierten Luxusmarken auf ihre Geschichte und Tradition. Für Digital Signage war dort in der Regel kein Platz. Nun inszenieren Luxusmarken – nicht nur Rolls Royce sondern auch Luxusuhrenhersteller wie IWC – ihre Produkte in Showrooms die neben traditionellen Elementen auch großflächig Digital integrieren. Für die jüngeren Zielgruppen – insbesondere getrieben aus China – schließen sich Tradition und Digital nicht aus; weder in Produkten noch in Showrooms.

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