Smart City

Die Taxiflotte als Datensammler

Für den Konzeptansatz "Call-a-Data-Cab" wurde UZE Mobility von der Europäischen Kommission ausgezeichnet. Hierbei unterstützen Sensoren an Taxis intelligente Industrie- und Smart-City-Anwendungen.
Für den Konzeptansatz "Call-a-Data-Cab" wurde UZE Mobility im Rahmen des 5G-Loginnov-Projekts ausgezeichnet. (Foto: UZE Mobility)
Für den Konzeptansatz „Call-a-Data-Cab“ wurde UZE Mobility im Rahmen des 5G-Loginnov-Projekts ausgezeichnet. (Foto: UZE Mobility)

Dass Taxis zu mehr als zur Personenbeförderung und für mobile Werbung genutzt werden können, hat UZE Mobility bewiesen – und wurde dafür im Rahmen des 5G-Loginnov-Projekts der Europäischen Union ausgezeichnet. Die Auszeichnung fand auf dem ITS World Congress statt.

Mit Konzeptansatz „Call-a-Data-Cab“ können mit Taxis mobile Echtzeitdaten, zum Beispiel für intelligente Industrieanwendungen, gesammelt werden. Das Konzept wurde mit dem Projektpartner T-Systems, einer Telekom-Tochter, in Hamburg getestet.

In den digitalen Taxi-Werbeträgern lassen sich auch Sensoren einbauen. (Foto: UZE Mobility)
In den digitalen Taxi-Werbeträgern lassen sich auch Sensoren einbauen. (Foto: UZE Mobility)

So verfügen die von UZE Mobility gemeinsam mit dem zum Unternehmen gehörenden Mobile-Out-of-Home-Werbespezialisten Taxi-Ad entwickelten Taxi-Top-Geräte über eine Reihe von Sensoren, die Daten aller Art aufnehmen können: Neben GPS, Temperatur, Luftqualität und -feuchtigkeit, CO2-Gehalt, Helligkeit, Wifi, Bluetooth, Anzahl und Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer, Netzstärke, Verkehrsflussdaten sind auch alle sensorischen Kombinationen denkbar.

Interessant für Häfen

Beispielsweise können Häfen und Hafenstädte über mit Sensoren ausgestattete Taxis Initialdaten für komplexe Logistikanwendungen in der Hafenregion und darüber hinaus sammeln und verwenden.

Das System-Interface basiert auf einem Standard-Protokoll (I2C), sodass sich weitere Sensoren schnell und einfach hinzuprogrammieren lassen.

Außerdem lassen sich die erhobenen Informationen um weitere verfügbare Daten von beispielsweise Wetterdiensten, Nachrichtensendern oder technischen Dienstleistern anreichern, um  zum Beispiel Verkehrsbewegungsanalysen im Hafenraum zu erhalten.

Eines von fünf Start-ups

Die Vielseitigkeit des „Call-a-Data-Cab“-Ansatzes waren laut UZE auch ausschlaggebend für die Prämierung von UZE Mobility als eines von fünf Start-ups, die neuartige Industrieanwendungen auf Basis des 5G-Mobilfunkstandard ermöglichen.

Alexander Jablovski, CEO von UZE Mobility Foto: (Birgit Wingrat)
Alexander Jablovski, CEO von UZE Mobility Foto: (Birgit Wingrat)

Alexander Jablovski, Co-Founder und CEO von UZE Mobility, erklärt: „Die Auszeichnung im Rahmen des 5G-Loginnov-Projekts bestätigt unseren Geschäftsfokus und unser flexibel skalierbares Geschäfts­modell. Mobil erhebbare Geo-Echtzeitdaten werden auch im IoT-Bereich immer wichtiger und haben dort ein breites Anwendungsfeld. Wir werden mit diesem Pilotprojekt eine Vielzahl an datengetriebenen Business Cases vorantreiben und insbesondere auch Forschungsvorhaben auf dem Gebiet intelligenter Verkehrs- und Transportsysteme unterstützen.“ Für UZE eröffne sich hier die ideale Möglichkeit, urbane Use Cases in einem geschlossenen Umfeld zu testen und beispielsweise Echtzeit-Verkehrs­analysen und Verkehrs­mana­gement für die städtische Anwendung zu trainieren.

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