APG

Pandemie dominiert APG-Geschäftsentwicklung 2021

Der Schweizer Out-of-Home Marktführer konnte im abgelaufenen Jahr die Umsätze nur um 1,6% steigern. Im Gegensatz zu anderen OoH-Anbietern in Europa konnte die JCDecaux-Beteiligung noch keinen Aufschwung vermelden. Die hohe Abhängigkeit vom Transportsektor lasten noch schwer auf der APG im Jahr 2021.
APG trifft SBB - Digital Signage Made in Switzerland (Foto: invidis)
APG trifft SBB – Digital Signage Made in Switzerland (Foto: invidis)

Die Homeoffice-Pflicht in der Schweiz führte im ersten Halbjahr sowie gegen Ende des abgelaufenen Jahres zu einem massiven Rückgang der Mobilität – insbesondere im öffentlichen Verkehr. Die APG|SGA ist aber besonders mit analogen und digitalen Werbeflächen an Bahnhöfen, im ÖPNV und auch im Flughafen vertreten. Alles öffentliche Bereiche die auch 2021 noch ganz erheblich von Frequenzrückgängen betroffen waren. Hinzu kamen weitgehende Einschränkungen wichtiger Werbetreibender wie der Automobilbranche und Tourismus. Zusätzliche Belastungen des Ergebnis basieren auf Minimalgarantien und höhere Umsatzabgaben.

JCDecaux: Starke Umsatzerholung 2021 – Wachstum +40% im Q1/2022

Die Werbeerträge lagen 2021 mit CHF 251.6 Mio. um 0.3% knapp über dem bereits ebenfalls von der Pandemie stark negativ beeinflussten Vorjahr. Damit liegt APG noch fast 16% unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Bei der monatlichen Umsatzentwicklung zeigte sich eine ausgesprochen hohe Volatilität entlang der Corona-Wellen und der entsprechenden behördlichen Maßnahmen.

Trotz Krise baute APG 2021 das DooH-Netz weiter aus. Es kamen 88 große LED ePanels und 120 Traffic Media Screens schweizweit dazu. Insgesamt betreibt APG damit nun über 1.000 großformatige DooH-Touchpoints. Gelauncht wurde 2021 auch eine neuen Buchungsplattform für alle 160.000 Werbeflächen der APG landesweit.

Ausblick 2022 – Keine Prognose möglich

Für das laufende Geschäftsjahr hält sich die APG mit Prognosen zurück. Zu Beginn des Jahres 2022 prägte die Omikron-Variante die allgemeine Situation. In dieser Zeit verzeichnete der Schweizer Marktführer erneut eine spürbare Zurückhaltung der Werbetreibenden. Prinzipiell erwartet das Team von CEO Markus Ehrle nach der Aufhebung der behördlichen Maßnahmen im Februar wieder ein spürbar wachsende Buchungsnachfrage für 2022. „Aber das Werbeverhalten bleibt in diesen Zeiten mit geringer Visibilität aber entsprechend kurzfristig ausgerichtet, sodass eine Prognose für den Geschäftsverlauf derzeit nicht zuverlässig machbar ist“.