Grunewald-Brand

DooH-Warnsystem ausgelöst

Vor dem Großfeuer im Grunewald in Berlin wird unter anderem per Digital-out-Home gewarnt: In den angrenzenden Bezirken zeigten Screens von Wall Informationen des Katastrophenwarnsystem Mowas.
DooH-Displays warnen Berliner vor dem Brand im Forst Grunewald. (Foto: Wall GmbH)
DooH-Displays warnen Berliner vor dem Brand im Forst Grunewald. (Foto: Wall GmbH)

DooH kann deutlich mehr als Werbung. Dies wurde im aktuellen Fall in Berlin bewiesen, wo ein Feuer auf einem Sprengplatz im Grunewald ausbrach und sich mittlerweile unkontrolliert ausgebreitet hat. Dadurch wurde das Katastrophenwarnsystem des Bundes, Mowas, aktiviert, an das auch viele DooH-Stelen angeschlossen sind.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rief in den umliegenden Bezirken die höchste Warnstufe aus. Dadurch wurden auch Stelen von Außenwerber Wall aktiviert, die auf den Screens Warnungen anzeigten. „Die amtliche Warnung mit Hinweisen für die Bevölkerung wurde automatisch auf 108 digitalen Stadtinformationsanlagen in den angrenzenden Bezirken angezeigt“, gab das Unternehmen in einem Linkedin-Post bekannt. Unter anderem wurde über gesperrte Straßen informiert.

Warnmittelmix: Wenn der DooH-Screen vor Gefahr warnt

Die große Flut 2021 löste eine Diskussion über die Effizienz des deutschen Warnsystems aus. In diesem Zusammenhang wurde verstärkt, unter anderem von invidis, auf das Potenzial von DooH als Multiplikator von Katastrophenwarnungen hingewiesen. Wall und auch der Konkurrent Ströer schlossen in den vergangenen Monaten kontinuierlich Screens an das Warnsystem an.

DooH: Bremen digitalisiert Katastrophenwarnungen