Retail Media

Amazon steigt in den DooH-Markt ein

Jetzt also auch Amazon: Der Omnichannel-Retailer mit den höchsten Retail-Media-Erlösen weltweit vermarktet nun das Digital Signage-Inventar der eigenen Supermärkte. Dazu öffnet Amazon seine DSP erstmalig für das Displaynetzwerk in Amazon-Fresh-Supermärkten. Ein kleiner Schritt in den DooH-Markt mit ungewisser Zukunft.
Amazon Fresh jetzt auch mit DooH (Foto: Amazon)
Amazon Fresh jetzt auch mit DooH (Foto: Amazon)

Amazon erwartet wegen hoher Inflation ein schwaches Weihnachtsgeschäft. Die Aktie brach deshalb zwischenzeitlich so stark ein wie seit 16 Jahren nicht mehr. Wie üblich in solchen Situationen, bedurfte es einiger neuer positiver Innovationen, um die Fantasien von Investoren zu beflügeln. Eine ganze Reihe an neuen Retail-Media-Lösungen stellte Amazon laut Forbes-Bericht auf seiner jährlich stattfindenden Werbekonferenz Unboxed in New York City am 26. Oktober vor –  insgesamt sieben neue Werbe-, Vermarktungs- und Analytic-Features. Eines davon betrifft die Digital Signage-Anlagen in Amazons Supermärkten. Werbetreibende können die Instore-Screens der Amazon-Fresh-Filialen jetzt über die Amazon DSP buchen.

Im Frühjahr hatte Amazon bereits Details zur DooH bzw. Digital Signage Vermarktung bekannt gegeben, wie von Sixteen-Nine/ invidis gemeldet. Bisher waren die digitalen Werbeflächen für Brands nur über Sponsorship zugänglich. Jetzt können diese das Instore-Inventar programmatisch buchen.

Whole Foods noch ausgeschlossen

Somit können Marken ihre Kampagnen in den Supermärkten abhängig von der Tageszeit, dem Filialstandort oder dem Ladenbereich ausspielen. Ab November soll die Buchung für berechtigte US-Werbetreibende verfügbar sein. Für den Anfang beschränkt sich das Angebot nur auf die Amazon-Fresh-Stores, von denen es aktuell in den USA 39 gibt. Die vielfach größere Schwester Whole Foods mit mehr als 500 Stores ist bisher mangels standardisiertem Digital Signage-Netzwerk noch nicht dabei. Gebucht werden kann das DooH-Inventar nur im Rahmen größerer Budgets.

Bisher waren die digitalen Werbeflächen nur für Brands zugänglich, die bereits Amazon-Lieferanten sind und deren Produkte eine ASIN-Nummer haben (Amazon Standard Identification Number), dem Amazon-Äquivalent zum SKU. Wer mit der Umstrukturierung unter die berechtigten Werbetreibenden fällt, führt Amazon nicht näher aus.

DooH: Amazon setzt auch instore auf Retail Media