Im vergangenen Sommer hat invidis untersucht, wie sich Outdoor-Displays in in der sengenden Hitze von Texas bewähren. Im August dieses Jahres haben wir Florida besucht – und die Ergebnisse sind erneut enttäuschend.
Hitzegeplagte Displays sind in Drive-Thrus von Quick Service Restaurants ein gewohntes Bild. Viele Digital Signage-Systeme sind ohne Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung oder ohne wirksames Wärmemanagement installiert. Dadurch steigen die Temperaturen zwischen Schutzglas und Displaypanel leicht auf über 80 °C. Das führt zur langsamen Zersetzung der LCD-Kristalle – mit sichtbaren Schäden als Folge. In schweren Fällen bilden sich braune Flecken, die an Masern erinnern. Häufiger zeigt sich aber eine großflächige bräunliche Verfärbung, die zwar weniger auffällig wirkt, die Bildqualität aber deutlich beeinträchtigt.

Speziell entwickelte Outdoor-Displays
Für den zuverlässigen Outdoor-Betrieb reichen High-Brightness- und IP-geschützte Screens allein nicht aus – entscheidend ist eine effiziente Kühlung. Bei unserem Rundgang durch Miami stießen wir auf ein IKE DooH Smart City-Totem, das gerade gewartet wurde – eine schweißtreibende Aufgabe, selbst um 9 Uhr morgens.
IKE-Totems prägen das Stadtbild in Downtown Miami und Miami Beach. Die dort eingesetzten „Beach Screens“ sind sogar in einem Wellen-Design gestaltet. Entwickelt und produziert werden die Kioske von Dynascan. Der Unterschied zu QSR-Totems fällt sofort ins Auge: Die Konstruktion ist deutlich robuster und gezielt darauf ausgelegt, den klimatischen Herausforderungen standzuhalten. Denn für Stabilität und Qualität braucht es mehr als ein Outdoor-Display in einem simplen Metallgehäuse.
- IKE kiosks in Miami (Foto: invidis)
- IKE kiosks in Miami (Foto: invidis)
- IKE kiosks in Miami (Foto: invidis)
Gut konzipierte Kioske sichern einen konstanten Luftstrom zwischen Schutzglas und Panel und gewährleisten so ein effektives Wärmemanagement – sowohl gegen Sonneneinstrahlung als auch gegen die Eigenwärme des Displays. Dynascan setzt dafür auf ein filterloses System, während andere Hersteller auf energieintensive Wärmetauscher zurückgreifen.
Die einfachste Methode, Outdoor Displays dauerhaft funktionsfähig zu halten, bleibt jedoch eine Überdachung, die Schatten spendet. Ist das nicht möglich, bieten wetterfeste Totems mit integriertem Wärmemanagement eine nachhaltige Lösung.

Gekapselter Projektor für Besucher
Die Herausforderungen des subtropischen Klimas in Florida zeigen sich auch im Bayfront Park von Miami. Dort ist ein Projektor fest installiert, geschützt durch ein wetterfestes Gehäuse gegen Staub und Wasser. Dennoch benötigt er zusätzliche Kühlung. Damit er auch dem nächsten tropischen Sturm standhält, sind Standfuß und Halterung mit hochbelastbaren Schrauben verstärkt – eine Notwendigkeit in einer Region, in der extremes Wetter jederzeit auftreten kann.
