Digital Signage basierte Menuboards im Drive-Thru, in den Restaurants und an Order-Kiosks gelten in der QSR-Branche als unverzichtbar. Sie informieren, führen, unterhalten und – ganz entscheidend – verkaufen. Die Branche bezeichnet ihre Digitalisierung oft als eine der transformativsten Innovationen im modernen QSR-Business. Umso überraschender war der Schritt von McDonald’s in Saudi-Arabien: eine Kampagne, in der das Unternehmen alle gedruckten und digitalen Speisekarten aus seinen Restaurants entfernte.
- McDonald’s McMenuless Kampagne in Saudi Arabien (Foto: McD/Leo Dubai)
- McDonald’s McMenuless Kampagne in Saudi Arabien (Foto: McD/Leo Dubai)
- McDonald’s McMenuless Kampagne in Saudi Arabien (Foto: McD/Leo Dubai)
Eine innovative Kampagne, die auf Markenliebe basiert
Gemeinsam mit der Agentur Leo Dubai entwickelte McDonald’s eine Kampagne, die ganz auf der starken emotionalen Bindung der Saudis zu den Goldenen Arches aufbaut. Die Prämisse: McDonald’s-Kunden kennen ihre Lieblingsgerichte so gut, dass sie nicht einmal eine Speisekarte zum Bestellen benötigen.
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Während die Konkurrenz mit ungewöhnlichen und immer kreativeren Burger-Kreationen um Aufmerksamkeit buhlt, ging McDonald’s den umgekehrten Weg – und bewies, dass seine Klassiker so tief im Gedächtnis der Kunden verankert sind, dass Speisekarten fast überflüssig werden.
Die “menu-less Restaurants” waren eine Sensation. Gäste standen Schlange, um sich beim freien Bestellen ihrer Lieblingsburger zu filmen. Was folgte, war ein Social-Media-Phänomen: Die „McMenulessChallenge“ ging viral, als Kunden ganze Speisekarten vor der Kamera aufsagten – oft mit beeindruckender Genauigkeit.
Ein viraler Hit mit einer klaren Botschaft
Die preisgekrönte Frühjahrskampagne 2025 wurde zu einer großen Erfolgsgeschichte für McDonald’s Saudi-Arabien. Sie demonstrierte die starke Verbundenheit, die Kunden in den letzten 30 Jahren mit der Marke aufgebaut haben. Doch jenseits des emotionalen Storytellings unterstrich die McMenuless Challenge unbeabsichtigt eine weitere Wahrheit – eine, die Experten für Digital Signage nur allzu gut kennen.
Nichts funktioniert ohne Speisekarte
Aus Digital Signage Sicht verdeutlichte die Aktion, wie zentral DMBs für die QSR-Branche sind. Die Vorteile von Digital Menu-Boards in Kombination mit Self-Order Kiosk sind:
- informieren Kunden und helfen ihnen bei der Entscheidungsfindung
- beeinflussen Arbeitsabläufe, indem sie bestimmte Artikel subtil hervorheben oder weniger priorisieren, um den Küchenbetrieb zu optimieren
- unterhalten, indem sie mit großflächigen Grafiken saisonale Angebote bewerben
- Sie sprechen die Sprache der Kunden – im wahrsten Sinne des Wortes multilingual und visuell
- Und vor allem: Sie erzielen bessere Zusatzverkäufe als jeder menschliche Mitarbeiter.
QSR sind auf Durchsatz, Übersichtlichkeit und Konsistenz optimiert. Speisekarten – insbesondere digitale – sind das Rückgrat, das diesen reibungslosen Ablauf gewährleistet.
Deshalb sind DMBs und Order Kiosks für Betreiber geschäftskritische Infrastruktur, unterstützt durch Remote Device Management, proaktive Überwachung und Serviceverträge für einen 24/7-Betrieb. Jeder Ausfall kann sich direkt auf Umsatz und Gästezufriedenheit auswirken.
Eine Kampagne, die ihre eigene These widerlegte
McDonald’s Saudi-Arabien demonstrierte erfolgreich und aufsehenerregend Kundentreue. Doch unbeabsichtigt bestätigte die Kampagne auch eine grundlegende Wahrheit in der Digital Signage Welt: Selbst in einem Markt, in dem Kunden Speisekarten auswendig kennen, bleiben DMBs und Kiosk-Terminals unverzichtbar.
Die „McMenuless Challenge“ mag als Kampagne funktioniert haben – aber nicht als Geschäftsmodell. Und genau deshalb ist Digital Signage weiterhin ein zentraler Bestandteil jeder modernen QSR-Strategie.




