2025 war für M-Cube nichts weniger als ein Übergangsjahr: Als Gianluca Pasquali im April die Position des CEO übernahm, brachte er die Perspektive eines erfahrenen Telekommunikationsmanagers mit, war jedoch völlig neu in der Digital-Signage-Branche. Diese Außenperspektive – kombiniert mit dem fundierten Branchenwissen von Manlio Romanelli, dem Gründer und derzeitigen Präsidenten von M-Cube, der Pasquali persönlich für die Leitung des Unternehmens ausgewählt hatte – erwies sich als unschätzbar wertvoll, als der neue CEO mit der Umstrukturierung des Unternehmens begann.
Umsatz von 70 Millionen Euro
Tochtergesellschaften, die bisher weitgehend unabhängig operierten, wurden vollständig in eine einheitliche Struktur integriert. Die Managementebenen wurden überprüft, doppelte Funktionen abgeschafft und nicht leistungsfähige Positionen durch Investitionen in Vertriebs- und Handelsfunktionen ersetzt.
Trotz dieser tiefgreifenden Veränderungen schloss die Gruppe das Jahr mit einem hohen einstelligen Umsatzwachstum ab, das leicht über der allgemeinen Marktentwicklung lag, und erzielte einen Gesamtumsatz von rund 70 Millionen Euro mit einer, wie Gianluca Pasquali formuliert, „guten Rentabilität“.
Vertrag mit Italiens größtem Lebensmittelhändler
Italien blieb 2025 der stärkste Markt für M-Cube, gefolgt von Frankreich und Deutschland, während sich das Vereinigte Königreich und der asiatisch-pazifische Raum insbesondere aufgrund der Marktdynamik in China langsamer entwickelten. Luxury Retail ist weiterhin das Kerngeschäft von M-Cube, aber das Unternehmen erzielte auch bedeutende Fortschritte im Bereich Retail Media Networks (RMN). In Italien wurde M-Cube zum exklusiven Retail-Media-Partner von Selex, dem größten Lebensmitteleinzelhändler des Landes, und der Integrator gewann weitere RMN-Kunden in Großbritannien, darunter Coop.
Für Gianluca Pasquali spiegelt diese Veränderung eine breitere Marktentwicklung: „Wir haben jahrelang über Instore Retail Media gesprochen. Jetzt sehen wir endlich, wie es umgesetzt wird. Denn gerade für den Einzelhandel gilt: Digital Signage öffnet durch die Experience nicht nur die Herzen, sondern auch die Geldbörsen – wenn Retail Media Networks ins Spiel kommen.“
Mit Blick auf das Jahr 2026 plant M-Cube, seine Stärken als End-to-End-Integrator mit fundiertem Fachwissen in der Content-Erstellung und seiner Fähigkeit zur Durchführung hochskalierbarer internationaler Projekte weiter auszubauen. Dies ist besonders relevant, wenn globale Marken industrialisierte Rollouts innerhalb enger Zeitvorgaben benötigen. Retail-Media-Netzwerke sind ein Paradebeispiel dafür: Einzelhändler benötigen eine schnelle Bereitstellung, um die für die Monetarisierung erforderliche kritische Masse zu erreichen. Denn unterhalb dieser Schwelle generieren RMNs keinen Wert.
Bekenntnis zu einer einzigen Softwareplattform
Ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie ist die firmeneigene Softwareplattform. Seit seinem Amtsantritt hat Gianluca Pasquali die Rolle der Software innerhalb der Gruppe neu bewertet. Das Ergebnis war ein klares Bekenntnis zu einer einzigen, vollständig im Besitz des Unternehmens befindlichen Plattform – cloudbasiert und skalierbar. „Wir konzentrieren uns auf eine Plattform – DXP One“, betont er. „Im Jahr 2025 haben wir die Entscheidung getroffen, zu investieren. Im Jahr 2026 werden wir sie umsetzen.“ Diese Strategie rationalisiert nicht nur die Abläufe, sondern richtet auch die Software-Roadmap des Unternehmens auf die Bedürfnisse globaler Kunden aus, die Geschwindigkeit, Standardisierung und Transparenz verlangen.
Ökosystem-Partnerschaften sind nach wie vor entscheidend für den Erfolg, insbesondere in Retail-Media-Netzwerken, in denen Beratungsunternehmen, Hardware-Anbieter und Medienagenturen eine wichtige Rolle spielen. Nur ein robustes Partnerumfeld ermöglicht europaweite oder globale Rollouts in der Größenordnung und Geschwindigkeit, die von den Marken von heute gefordert werden. M-Cube positioniert sich innerhalb dieses Ökosystems sowohl als Integrator als auch als Koordinator.
Die Anziehungskraft von Digital Signage
Nach neun Monaten in der Digital Signage-Branche beschreibt Gianluca Pasquali seine bisherige Erfahrung als „erfrischend“. Im Gegensatz zur Telekommunikationsbranche, in der sich ein Großteil der Arbeit um die Verteidigung schrumpfender Marktanteile dreht, ist Digital Signage eine Branche, die von Wachstum, Innovation und zunehmender Relevanz für Einzelhändler und Marken geprägt ist. Was ihn am meisten motiviert, ist die Kombination aus emotionaler und kommerzieller Wirkung. Digital Signage schafft unvergessliche Erlebnisse im Laden, während Retail-Media-Netzwerke direkten Einfluss auf die Einnahmequellen und die Rentabilität von Einzelhändlern haben.
Gleichzeitig erkennt er die Herausforderungen an, denen die Branche gegenübersteht. Insbesondere den Aufstieg von IT-Integratoren und den wachsenden Margendruck. Dennoch ist er zuversichtlich, dass M-Cube mit seiner Mischung aus Kreativität, einer eigenen Plattform und hervorragender Rollout-Kompetenz gut für die nächste Expansionsphase positioniert ist.



