Weil Städte, Werbetreibende und die Betreiber von OoH-Infrastruktur zunehmend unter Druck stehen, CO₂‑Emissionen zu senken und überflüssige Lichtemissionen zu reduzieren, gewinnt modernes Lichtmanagement an Bedeutung. Die Umsetzung von Blowup Media zeigt, wie sensorbasierte und AI‑gestützte Technologien die Außenwerbung modernisieren können – ein Sektor, der öffentlich oft für seine Umweltwirkung kritisiert wird.
Statische OoH-Werbung wird endlich smart
Digital-out-of-Home hat in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte in Sachen Effizienz gemacht. Moderne LED-Backlights und Direct-View-Displays integrieren heute standardmäßig Umgebungslichtsensoren und dynamischer Helligkeitsregulierung. Einige Betreiber experimentieren sogar mit AI, um die Leuchtdichte auf Basis kurzfristiger Lichteinflüsse anzupassen – etwa von entgegenkommenden Autoscheinwerfern oder plötzlichen Wetterwechseln.
Dagegen hinken statische OoH-Formate hinterher. Viele Großflächenplakate sind entweder unbeleuchtet – oder werden mit Jahrzehnte alter Technik betrieben, die direkt an kommunale Straßenbeleuchtungssysteme angeschlossen ist. Diese Installationen arbeiten meist in einfachen On-Off-‑Zyklen, ohne jegliche Intelligenz, Optimierung oder Remote Management. Für eine Branche, die zunehmend auf ESG‑Fähigkeit setzt, wird diese Lücke immer schwerer zu rechtfertigen.
Die Lösung von Lichtwart bringt statische OoH‑Formate in die smarte Ära. Mit Sensorintegration und IoT‑basiertem Remote‑Device‑Management können Betreiber die Beleuchtung dynamisch anpassen, Leistungen überwachen und Beleuchtungszeiten an reale Umgebungsbedingungen statt an feste Timer koppeln. Der Partner Deutsche Telekom stellt die Konnektivität.

IoT-Lichtmanagement für einen sich wandelnden Markt
Die Plattform von Lichtwart – und vergleichbare Dienste – adressieren drei strukturelle Herausforderungen, welche die Bereiche Out-of-Home, Beleuchtung und Signage prägen: den wachsenden Mangel an qualifizierten Elektrikern, steigende Energiepreise und zunehmende regulatorische Anforderungen hinsichtlich Emissionen und Lichtverschmutzung. Das cloudbasierte System ermöglicht Remote Monitoring, automatisierte Zeitpläne und kontinuierliche Optimierung – und verringert so den Bedarf an Vor‑Ort‑Einsätzen erheblich.
Ursprünglich für Infrastruktur- und Architekturbeleuchtung entwickelt, hat sich die Plattform schnell auf weitere Branchen ausgeweitet. Einer der weltweit führenden Hersteller von Lichtwerbung rüstet mittlerweile mehrere hundert Projekte auf drei Kontinenten mit Lichtwart-Technologie aus – ein Beleg für die globale Skalierbarkeit. Auch Tankstellenbetreiber steuern ihre Außenbeleuchtung über Lichtwart.
Weniger Kosten, weniger CO2, weniger Licht
Für Betreiber macht sich der Nutzen schnell bemerkbar. Einzelhändler und Gewerbekunden erreichen laut Berichten Kostensenkungen von bis zu 60 Prozent – bei gleichzeitig geringerer Lichtverschmutzung und verbesserten ESG‑Kennzahlen. Für OoH‑Anbieter bietet das klare Vorteile in Ausschreibungen, in denen Nachhaltigkeitskriterien zunehmend eine Rolle spielen. Zusätzlich sinken Stromverbrauch und Wartungsaufwand.
Lichtverschmutzung rückt ins Zentrum der Debatte
Für Lichtwart-Mitbegründer und CMO Johannes Mailänder geht jedoch um mehr als Effizienz. Sein langfristiges Ziel lautet: „Die Milchstraße wieder sichtbar zu machen“.
Studien des GFZ Potsdam und der Ruhr-Universität-Bochum zeigen, dass globale Lichtemissionen jedes Jahr um rund 9,6 Prozent steigen — mit erheblichen Folgen für Ökosysteme, Biodiversität und die Sichtbarkeit des Nachthimmels. Intelligentes Lichtmanagement bietet eine konkrete, messbare Möglichkeit gegenzusteuern — und verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichen Vorteilen.

