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Samsung auf der ISE 2026

AI-Avatare auf dem 3D-Screen

Barcelona | Ein Highlight auf dem diesjährigen Samsung-Stand war das neue Spatial Display. Ansonsten war das Öko- und Partnersystem mit Hardware, Software sowie Integrationen der große Star.
Das Samsung Spatial-Display in drei Größen (Foto: invidis)
Das Samsung Spatial-Display in drei Größen (Foto: invidis)

Der Effekthammer blieb dieses Jahr auf dem Samsung-Stand aus: Statt einer großen LED-Installation standen kleinere Lösungen im Vordergrund: Das neue Spatial Display und E-Paper-Displays, am Haupteingang zu einer Gruppe drapiert, zeigten das inoffizielle Motto des diesjährigen Standes: die Kombination machts.

Integrationen und Komplettlösungen zogen sich durch den gesamten Auftritt. Die Software-Plattform VXT – von der in den kommenden Tagen eine neue Version vorgestellt wird -, war am gesamten Stand verteilt, um verschiedene Use Cases zu zeigen, bei der ganze Ökosysteme, teilweise mit Partnern, umgesetzt werden – geschützt durch die Security-Lösung Knox, smart gemacht durch die Sensorikplattform Smartthings Pro.

Control-Room-Setup auf dem Samsung-Stand (Foto: invidis)
Control-Room-Setup auf dem Samsung-Stand (Foto: invidis)

Dadurch erschließen sich verschiedene Corporate- und Industrial-Anwendungen, bei denen Signage als Teil der Komplettlösung fungiert – zum Beispiel als Control-Screen, in dessen Zusammenhang die neue The Wall MPF demonstriert wurde, die als erste Samsung-LED über eine Pantone-Zertifizierung verfügt.

Raum für Promotion

Das Spatial Display hingegen, das in diesem Jahr erhältlich sein wird, kann in einer Retail-Umgebung durchaus für sich allein überzeugen: Die große 85-Zoll-Variante fängt das Auge, der Tiefeneffekt entsteht durch eine Lentikularschicht zwischen LED und Display.

Dadurch weist das Display lediglich ein Gewicht von 49 Kilogramm und eine Einbautiefe von 52 Millimetern auf – ein Vorteil gegenüber anderen 3D-Effekt-Displays, die mit einem weißen Raum hinter dem transparenten Display arbeiten. Auffällige Promotions könnten im Retail-Bereich oder zum Beispiel für QSR-Produkte mit den Displays umgesetzt werden.

Einen interessanten Use Case sieht Amit Chatterjee, Manager Presales Solutions bei Samsung, in der Darstellung von AI-Avataren, zum Beispiel in Retail-Umgebungen. Einzelhändler könnten Kunden Beratungen durch einen AI-Verkäufer anbieten und diesen lebensecht auf dem Display erscheinen lassen. Auch in anderen Umgebungen, wie Flughäfen, könnte diese Anwendung zum Einsatz kommen.

Massenmarkt gesucht

Beispiele für derartige Avatare gibt es seit einigen Jahren. Und sie haben dieselbe Herausforderung wie alle 3D-Effekt-Screens: Es fehlt an echten massentauglichen Use-Cases, die über eine Handvoll von Installationen hinausgehen. Hier hängt vieles davon ab, wie stark sich Personen an die Interaktion mit AI-Avataren gewöhnen.

Zusätzlich hilft ein schneller Zugang zur Technik: Für schnelle Einsätze hat Samsung in seine VXT-Software eine automatische Schattenerkennung integriert, damit Anwender schnell ihren Content an das Spatial Display anpassen können.

Das Spatial Display in 85 Zoll wird voraussichtlich im März oder April 2026 auf den Markt kommen; die Versionen in 55 und 32 Zoll werden je nach Land in absehbarer Zeit folgen.

E-Paper in klein und groß

Im Bereich E-Paper zeigte Samsung sein 32-Zoll-Modell und die neue 13-Zoll-Variante. Auch hier wurde die Vernetzung mit VXT wieder deutlich: Es ist nun möglich, direkt über das Creation-Tool Canvas Inhalte für die Anzeige auf den E-Paper-Displays zu optimieren.

Die größte Neuheit in diesem Bereich war bisher nur als Testprodukt zu sehen: Ein 55-Zoll-E-Paper-Display mit der neuen Marquee-Technologie von E Ink. Diese verspricht die Farbqualität von Spectra 6 in Kombination mit Außentauglichkeit.

Das Produkt ist jedoch noch nicht fest eingeplant. Auf der Messe will Samsung erst einmal Feedback der Kunden einholen.

MicroRGB für Pro-Gebrauch

Auch im Bereich LCD gab es Neuheiten: Samsung zeigte das auf der CES vorgestellte MicroRGB-Display mit einem Format von 130 Zoll für den gewerblichen Bereich. Durch die MicroLED-Hintergrundbeleuchtung entstehen insgesamt 5.670 Zonen, die einzeln angesteuert werden können.

Die neue MicroRGB-Technologie zieht auch in Barcelona Besucher an. (Foto: invidis)
Die neue MicroRGB-Technologie zieht auch in Barcelona Besucher an. (Foto: invidis)

Dadurch sind eine große Farbtiefe und beeindruckende Schwarztöne möglich, die Helligkeit kann bis zu 1.000 Nits betragen.

Collaboration ausgebaut

Im Bereich Partnerschaften setzte Samsung einen Fokus auf Collaboration: Das Smart Signage Display QHFX und die LED The Wall All-in-One IAB in 146 Zoll gehören zu den neuesten Displays, die die eine Zertifizierung für die Kompatibilität mit Cisco Collaboration Devices erhalten haben.

Außerdem kündigte Samsung eine neue Partnerschaft mit Logitech an: Die QBC-Serie ist nun Teil der Microsoft Express Install-Option für Microsoft Teams Rooms. Das Setup kombiniert Samsung-Displays mit Logitech-Konferenztechnologie und ermöglicht effiziente Meeting-Raum-Installationen – laut Samsung in unter einer Stunde.

Das Flip von Samsung hat ein Update erhalten. (Foto: invidis)
Das Flip von Samsung hat ein Update erhalten. (Foto: invidis)

Zudem präsentierte Samsung eine upgedatete Version des Flips, mit einem neuen Interface. Im Bereich Education zeigte der Hersteller zudem die im Interactive Display eingebaute AI-Funktion, mit der sich zum Beispiel ein Quiz oder Live-Transkripte erstellen lassen.

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