Skalink

Marseille Airport testet erstmals Fernvideo-Assistenten

Der Flughafen Marseille Provence testet eine kioskbasierte Videolösung von Inui Studio zur Echtzeit-Unterstützung von Reisenden über Terminalgrenzen hinweg.
Remote-Video-Kiosk Skalink am Flughafen Marseille Provence (Foto: SkaLink/Screenshot)
Remote-Video-Kiosk Skalink am Flughafen Marseille Provence (Foto: SkaLink/Screenshot)

Der Marseille Provence Airport testet als einer der ersten Flughäfen einen Remote-Videoassistenten. Entwickelt wurde die Lösung vom luxemburgischen Tech-Unternehmen Inui Studio. Reisende können damit über Kiosksysteme in Echtzeit mit Mitarbeitenden an anderen Terminalpunkten in Kontakt treten.

Im Mittelpunkt des Pilotprojekts steht das Kiosksystem Skalink, das mit Kamera und Display ausgestattet ist. Passagiere können direkt per Video mit einem entfernten Mitarbeiter sprechen. So lassen sich Wegbeschreibungen geben, Dokumente sofort teilen, zusätzliche Services buchen und Übersetzungen in Echtzeit anbieten – ein klarer Vorteil für internationale Reisende.

Laut Flughafenbetreibern soll der Test die Präsenz des Personals erweitern, ohne dass überall Mitarbeiter physisch vor Ort sein müssen. Durch die Zentralisierung der Unterstützung bei gleichzeitiger Face-to-Face-Interaktion per Video können Passagiere insbesondere in Stoßzeiten oder auf weitläufigen Terminalflächen schneller betreut werden.

Die Plattform ermöglicht bidirektionale Live-Kommunikation, Bildschirm- und Dokumentenfreigabe sowie mehrsprachige Unterstützung. Mitarbeitende können Passagiere so direkt bei Check-in-Fragen, Orientierung im Terminal oder Servicebuchungen begleiten. Ziel ist es, Effizienz und ein menschliches Passagiererlebnis in Einklang zu bringen.

Flughafenvertreter betonen, dass die Technologie die Arbeit des Frontline-Teams ergänzt, aber nicht ersetzt. Mit der Remote-Verbindung können Mitarbeitende mehr Reisende über größere Flächen hinweg unterstützen, ohne dass der persönliche Kontakt verloren geht.

Der Pilot soll die Akzeptanz bei den Passagieren, Auswirkungen auf den Betrieb und mögliche Serviceverbesserungen prüfen, bevor über eine breitere Einführung entschieden wird.