Der LED-Turm mit fast 6 Metern Höhe auf dem LG-Stand war schon beeindruckend genug. Dem ganzen setzte aber das zusätzliche LED-Mesh die Krone auf, das um den Turm herumlief und auf- und abbewegt werden konnte. Im Zusammenspiel ergaben sich auf diese Weise eindrucksvolle Animationen.
„Wir wollen zeigen, wie man aus einer cleveren Kombination aus zwei Standardprodukten etwas Neues, Besonderes schaffen kann“, erklärte Robert Bergner, Head of Solution Sales bei LG Information Display Deutschland.
- Der LG-Aufbau in Halle 3 war nicht zu übersehen. (Foto: invidis)
- Das beim Turm verwendete LED-Mesh ist neu. (Foto: invidis)
Neu als Produkt war dabei das LED-Mesh mit einem Pixelpitch von 6,25 Millimetern.
Doch die echte Neuheit wurde in den Tiefen des LG-Stands gezeigt.
Eine COG-MicroLED
Dabei handelte es sich um eine neue Chip-on-Glass Active MicroLED aus der Magnit-Serie. Bei der 136 Zoll großen Wall werden die TFT-basierten LED einzeln angesteuert, was eine flackerfreie Performance ermöglicht. In Kombination mit einer Variable Refresh Rate von 1.444 Hertz wird das Bild somit besonders fließend.

Die dünne Glaspanel-Struktur ermöglicht zudem eine hohe Schärfe. Laut LG gewährt der ultrapräzise LED-Transfer dem Screen zudem eine langanhaltende Stabilität. Die Markteinführung soll zeitnah folgen.
Obwohl die Magnit MicroLED im absoluten Premiumsegment zu verorten ist, könnte sie doch für LG ein Fingerzeig in die richtige Richtung sein. Laut Futuresource-Experten Ted Romanowitz steht am nicht allzu entfernten Horizont eine Transformation in der LED-Produktion an, hin zu Unpackaged-Verfahren wie COB oder COG.
Keine Linien, viele Kreuze
Neben den Produkten wurde der LED-Bereich ergänzt durch eine Tech-Ecke, die sich mit der Peripherie rund um die LED beschäftigte. Dabei gab es neue Controller zu sehen sowie kleine Funktionen, die Installation und Betrieb erleichtern – zum Beispiel die neue Line-to-Dot-Technologie. Diese reduziert Pixelfehler von einer Linie auf einzelne Punkte, sodass Störungen auf großen LED-Flächen weniger auffallen.
Auch dabei: eine Vorrichtung, mit der einzelne Panels zueinander in Position gebracht werden können. Dafür werden auf den LED-Modulen Kreuze angezeigt. Auf diesen kann dann ein Magnet mit einem Schraubmechanismus angebracht werden, der die Module an dieser Stelle hebt oder senkt. Somit lässt sich effizient eine ebene LED-Fläche realisieren.

Schließlich wurde in dieser Sektion auch die neue VdS-zertifizierte LED vorgestellt, die ab Werk über eine eingebaute E-Bulb, die interne Löschvorrichtung des Unternehmens Job, verfügt. Durch die Zertifizierung ist es deutlich leichter, die LED in Projekten in sensiblen Bereichen einzusetzen.
E-Paper, Kiosk und OLED
Auch das Thema E-Paper-Display war auf dem Stand präsent. LG präsentierte eine 32-Zoll- und eine 13-Zoll-Variante. Mit dabei war auch ein Standfuß, an dessen Rückseite eine Powerbank magnetisch angebracht werden kann – eine elegante Lösung für die hin und wieder benötigte Stromzufuhr.
- E-Paper-Display von LG (Foto: invidis)
- Magnetanschluss für eine Powerbank (Foto: invidis)
Zudem brachte LG eine neue modulare Version seines Kioskes mit – und Beispiele, wie seine OLED-Displays in Retail-Umgebungen eingebunden werden könnten.
- OLED-Installation mit Charme (Foto: invidis)
- Der neue LG-Kiosk (Foto: invidis)
Auf der Neuheitenseite wurde zudem ein Non-OS-Display präsentiert, das im Frontend mit simplen Funktionen aufwartet, im Backend aber komplett steuerbar ist. Das Display wird es in 65, 75 und 86 Zoll geben.
Neue RDM-Funktionen
Besonderen Wert legte LG auf seine Softwarelösungen, welche zusammen die LG Business Cloud bilden. Für die RDM-Plattform Connectedcare gibt es nun auch eine Pro-Version mit zahlreichen Erweiterungen.
Laut Robert Bergner ist es das Ziel, die Steuerung von Signage-Netzen so effizient wie möglich zu machen und dafür auch Integrationen mit anderen Programmen zuzulassen: „Unser System ist kein isoliertes Ökosystem“, betont er. Auf der ISE wurde beispielsweise eine Schnittstelle zur Workflow-Plattform Servicenow demonstriert.
Für LG ebenfalls wichtig: Die Security-Plattform Shield, die das System der Business Cloud umfassend schützt. Ein Trend, der auch bei anderen großen Unternehmen gesehen wird: ein Softwaresystem aus einer Hand, bei der die Sicherheitsarchitektur nativ eingebaut ist.








