Nach der Bekanntgabe der Retail Media Alliance gibt es nun weitere News in der deutschen Retail-Media-Landschaft zum Thema einheitliche Buchung: Die LEH-Kette Kaufland, Teil der Schwarz-Gruppe, startet eine eigene Retail-Media-Plattform: Kaufland Interact. Damit will Kaufland alle seine Retail-Media-Angebote in einem Angebot vereinen – inklusive seiner Instore-Media-Screens. Enthalten im Instore-Portfolio der Plattform sind unter anderem die Display-Stelen an den Markteingängen und die Kassendisplays.
Zum Start bietet Kaufland Interact Möglichkeiten entlang der Customer Journey an von der App über Online und Social Media bis zu Instore-DooH. Zusätzlich wird das Instore-Radio in allen rund 780 deutschen Filialen digitalisiert, um Audio-Spots sekundengenau und auf Filialebene auszuspielen. Auf Wunsch können die Inhalte auch mit den Instore-Displays synchronisiert werden. Ergänzend dazu will Kaufland in den kommenden Monaten neue Formate im Instore-Marketing testen.
Verzahnung von Instore und Online
In Europa betreibt Kaufland mehr als 1.600 Filialen. Und der deutsche Online-Marktplatz der 2021 startete, bietet mehr als 45 Millionen Produkte von mehr als 13.000 Händlern. Weitere Marktplätze bestehen in Tschechien, der Slowakei, Polen, Österreich, Italien und Frankreich. Hinzu kommt das Loyalty-Programm Kaufland Card Xtra mit mehr als 30 Millionen Mitgliedern.
„Retail Media ist die logische Antwort auf ein verändertes Kaufverhalten. Kunden sind heute informiert, vergleichend und anspruchsvoll. Wir verfügen über eine Vielzahl an Kontaktpunkten – in unseren Filialen, auf unserem Online-Marktplatz, in unserer App. Diese enge Verzahnung von Online- und Offline-Welt schafft eine besondere Nähe zum tatsächlichen Einkauf. Marken und Partner erreichen Menschen nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn sie sich mit Produkten beschäftigen und Kaufentscheidungen treffen. Retail Media ist deshalb kein Zusatzgeschäft. Es ist Teil eines besseren Einkaufserlebnisses“, sagt Matthias Schönwandt, Geschäftsführer von Kaufland Interact.
Dazu plant Kaufland, die Reichweite für Werbung durch eine neue Customer Data Plattform zu erweitern. Diese soll es ermöglichen, neben der bisherigen Cookie-basierten Kampagnenplanung auch First-Party-Daten zu nutzen. Kaufland betont dabei, dass alle datenbasierten Werbeformate den nationalen und europäischen Datenschutzverordnungen entsprechen.

