Der europaweit tätige Digital Signage-Player Visual Art verstärkte 2024 seinen Fokus auf Retail Media und holte den ehemaligen CEO Andreas Lind an Bord, um ein einheitliches Einzelhandelsnetzwerk aufzubauen. Diese Strategie wurde unter der Eigentümerschaft von Vertiseit fortgesetzt und hat nun mit der Einführung eines nationalen Retail-Media-Netzwerks in Schweden einen großen Schritt nach vorn gemacht.
Retail Media Hub im Zentrum
Im Zentrum des Netzwerks steht der Retail Media Hub von Visual Art, der Teil des Instore-Retail-Media-Service-Frameworks des Unternehmens ist. Der Hub sammelt strukturierte Daten zu Bestand, Screenformat, Größe, Share of Voice und Reichweite und hilft Einzelhändlern dabei, ihre Geschäfte als professionelle Medienkanäle zu präsentieren. Er ist in die IXM-Plattform von Visual Art integriert und läuft auf der gemeinsamen Infrastruktur der Vertiseit Group, IXM Grid.
„Retail Media tritt in eine neue Phase ein, in der eine kohärente, größere Reichweite entscheidend ist“, sagt Pontus Meijer, CEO von Visual Art. „Indem wir mehrere Einzelhändler in einem gemeinsamen Netzwerk zusammenführen, senken wir die Einstiegshürde und erleichtern es Werbetreibenden, relevante Reichweite zu erwerben, die eng mit dem Point of Purchase verbunden ist. Eine größere Reichweite sorgt für eine größere Wirkung.“
Genau wie traditionelle Out-of-Home-Netzwerke benötigen auch Retail-Media-Netzwerke (RMNs) eine gewisse Größe, um Werbekunden anzulocken. Durch die Zusammenführung mehrerer RMNs zu einem größeren, besser vernetzten Netzwerk können Einzelhändler auf größere Werbebudgets zugreifen, als dies mit ihren eigenen Displays im Laden möglich wäre.
Klare Datenstandards erforderlich
Um dem Visual-Art-Netzwerk beizutreten, müssen Einzelhändler jedoch strenge Standards hinsichtlich Datenstruktur und -qualität erfüllen. Jeder Einzelhändler ist für die Verwaltung und Bereitstellung seiner eigenen First-Party-Daten verantwortlich. In der Praxis bedeutet dies, dass das Netzwerk nur funktioniert, wenn Einzelhändler ihre Daten organisieren und mit Visual Art teilen.
Bonnier News, Teil derselben Gruppe wie Vertiseits Hauptaktionär Bonnier Capital, ist der erste Vertriebspartner, der sich dem Netzwerk anschließt. Ab dem 3. März wird das Unternehmen im Rahmen seines Angebots für 2026 In-Store-Retail-Media einführen und dabei sein bestehendes Vertriebsteam und seine Tools nutzen, um Reichweite über das Netzwerk hinweg zu bündeln und zu verkaufen.
Teil einer größeren Plattformstrategie
Für Vertiseit ist die Einführung des RMN Teil eines größeren Plans, sich zu einem weltweit führenden Digital-Signage-Unternehmen mit einer voll ausgestatteten Softwareplattform als Kernstück zu entwickeln.
„Vertiseit entwickelt Instore-Experience-Management-Plattformen für Marken und Einzelhändler“, sagt Johan Lind, CEO von Vertiseit. „Über die Technologie hinaus bauen wir eine Infrastruktur für Wachstum auf. Unser Retail Media Hub, der in IXM-Plattformen integriert ist und auf IXM Grid basiert, ermöglicht die Orchestrierung digitaler Touchpoints in physischen Umgebungen und eine skalierbare Strukturierung von Inventar und Reichweite. Dies ist ein wichtiger Schritt zur langfristigen Wertschöpfung.“
Laut Visual Art handelt es sich hierbei um das erste landesweit einheitliche Retail-Media-Netzwerk in Skandinavien, das mehrere Einzelhändler umfasst. Es baut auf der Erfolgsbilanz des Unternehmens bei der Bereitstellung von End-to-End-Digital-Signage-Lösungen auf, die auch den Anzeigenverkauf unterstützen.
Das Netzwerk wird zunächst in Schweden eingeführt, eine Ausweitung auf andere skandinavische Länder ist jedoch in Kürze geplant.

