Kurz vor Beginn des neuen Geschäftsjahres machten TCL und Sony ihre lang erwartete strategische Partnerschaft offiziell. Der chinesische Displayhersteller und der japanische Elektronikkonzern unterzeichneten rechtsverbindliche Vereinbarungen für eine breit angelegte Zusammenarbeit im Bereich Home Entertainment – einschließlich Digital Signage und professioneller Visual‑Lösungen.
Die Unterzeichnung folgt auf die am 20. Januar 2026 veröffentlichte Verlautbarung, das intensive Verhandlungen in den vergangenen Monaten eingeleitet hatte — invidis berichtete. Laut der getroffenen Vereinbarung überführt Sony sein gesamtes Home‑Entertainment‑Geschäft in eine neue Tochtergesellschaft. TCL übernimmt 51 Prozent dieses neuen Unternehmens, Sony behält 49 Prozent.
Übernahme von Fabriken
Das Joint Venture wird sämtliche Aktivitäten der Sony‑Home-Entertainment‑Sparte übernehmen. Dazu gehören Produktentwicklung und ‑design, Fertigung, weltweiter Vertrieb und Logistik sowie der Kundenservice. Zum Portfolio zählen die Consumer‑TVs der Marke Bravia, professionelle Bravia‑B2B‑Displays, B2B‑LED‑Displays, Projektoren und Sonys Home‑Audio‑Produkte — von Heimkino‑Systemen bis zu Audiokomponenten. Das neue Unternehmen soll diese End‑to‑End‑Strukturen weltweit betreiben.
Im Zuge der Neuordnung verkauft Sony zudem 100 Prozent seiner malaysischen Fertigungstochter Sony EMCS (Malaysia) an TCL. Zusätzlich planen beide Partner, dass TCL auch Shanghai Suoguang Visual Products , kurz SSVE, vollständig übernimmt. SSVE ist eine zentrale Sony‑Produktionsgesellschaft in China für Visual‑Solutions‑ und Home‑Entertainment‑Produkte. Die Verhandlungen zwischen Sony China und TCL über SSVE laufen noch.
Der Start des Joint Ventures ist für April 2027 vorgesehen.
Sony-TCL Joint Venture: TCL greift nach globaler Marktführerschaft

