Wie invidis exklusiv berichtete, plant die Telekom ein neues DooH-Netzwerk mit LED-Screens an Kabelverzweigern, mit ersten Test-Screens, die in München entdeckt wurden.
Nun gibt es weitere Details: Im ersten Schritt sollen 250 Screens in Düsseldorf und München installiert werden, nach dem Rollout im Mai läuft Anfang Juni die Vermarktung an.
Zudem gibt es eine Kooperation mit einem etablierten Außenwerber: Als strategischer Partner ist AWK Aussenwerbung mit an Bord. Das Unternehmen wird gemeinsam mit der Telekom das DooH-Netz vermarkten.
IO-Vermarktung bei AWK
„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und eine starke Partnerschaft mit der Telekom“, kommentiert Jochen Gutzeit, Geschäftsführer von AWK Aussenwerbung. „Mit den Screens auf den Verteilerkästen etablieren wir eine wichtige Ergänzung zu bestehenden DooH-Netzen und erschließen Umfelder im öffentlichen Straßenraum, die hier bisher nicht berücksichtigt wurden.“
Dabei übernimmt die Telekom die programmatische Vermarktung, AWK ist für das Insertion Order (IO)-Geschäft zuständig. „So ist für die Kunden eine überschneidungsfreie Vermarktung zweier gleichberechtigter Partner garantiert“, sagt Jochen Gutzeit.
Urbane Reichweiten
Mit dem Verteilerkasten-Netzwerk, das die Telekom schon einmal mit E-Paper-Displays plante, lässt sich auf vorhandener Infrastruktur ein weitreichendes urbanes Netzwerk aufbauen. Laut Angaben von AWK werden allein mit den 250 Screens des Pilotprojekts in München und Düsseldorf für einen Slot durchschnittlich 4,4 Millionen Kontakte pro Woche und Netz generiert.
„Verteilerkästen sind ein innovatives digitales Medium mit großem Skalierungspotenzial, um auf nachhaltigem Wege Botschaften in die Öffentlichkeit zu transportieren“, ergänzt Daniel Schwing, Bereichsleiter National Sales bei AWK. „Mit diesen Screens etablieren wir ein Straßenprodukt im besten Sinne – platziert in den Top-Lagen, aber auch an allen anderen Standorten, die relevant im Alltag der Menschen sind.“
Die Screens werden auch für lokale Stadt- und Kulturinformationen genutzt, zudem sind Anbindungen an behördliche Informationen, zum Beispiel von der Polizei, und Warnsysteme geplant. Die Unternehmen betonen, dass alle verwendeten LED-Displays mit einem Helligkeitssensor reguliert werden und von 24 bis 6 Uhr dunkel sind.

