Der Eurovision Song Contest 2026 setzt bei seiner kommenden Ausgabe in Wien erneut auf eine umfangreiche LED- und IP-basierte Broadcast-Infrastruktur. Für die visuelle Playback-Technologie arbeiten der Medienserver-Spezialist Disguise und Creative Technology (CT) bereits zum achten Mal in Folge zusammen. Die 70. Ausgabe des Wettbewerbs findet am 16. Mai 2026 statt, das Halbfinale wurde bereits am 12. und 14. Mai ausgetragen.
Bewährte Partnerschaft im Live-Broadcast
Zum Einsatz kommen dabei die GX-3-Medienserver von Disguise, die die visuellen Inhalte der Show steuern. Laut den beteiligten Unternehmen wurde das Setup speziell auf die Anforderungen großflächiger LED-Installationen sowie auf die dynamischen Abläufe einer internationalen Live-TV-Produktion ausgelegt. Gleichzeitig soll die Infrastruktur optimierte Workflows für IP-VFC und SMPTE-ST-2110-basierte Produktionsumgebungen ermöglichen.

Neue IP-VFC-Generation im Einsatz
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Umsetzung liegt auf der Weiterentwicklung der IP-VFC-Technologie von Disguise. Der Eurovision Song Contest 2026 zählt zu den ersten großen Broadcast-Produktionen, bei denen die neueste Firmware-Version der auf ST 2110 basierenden Workflows eingesetzt wird. Diese soll insbesondere die Stabilität und Performance bei der latenzarmen Videoverteilung innerhalb komplexer Broadcast- und LED-Setups verbessern.
Creative Technology verantwortet dabei die Integration der Systeme in die Produktionsumgebung vor Ort. Während der Proben und Live-Shows arbeiteten die Teams von CT und Disguise eng zusammen, um die Signalverarbeitung und den Betrieb der Infrastruktur abzusichern. Die Produktion gilt aufgrund ihrer Größe, der Vielzahl an beteiligten Gewerken und der internationalen Live-Ausstrahlung als technisch besonders anspruchsvoll.
LED-Walls von ROE
Neben Disguise und Creative Technology sind weitere Technologiepartner an der Umsetzung beteiligt. Megapixel lieferte Lösungen für das Videoprocessing; die LED-Displays stammen von ROE Visuals. Der Eurovision Song Contest erreicht regelmäßig ein weltweites Publikum von mehr als 160 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern und gilt damit auch als wichtige Plattform für neue Broadcast- und Display-Technologien.


